Mobilfunksendeanlage

Wohnort in der Nähe einer Mobilfunkstation

Mobilfunkstationen in der Nähe der Wohnung sorgen für schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

Mobilfunkstationen in der Nähe der Wohnung sorgen für schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

Eine Studie iranischer Forscher hat noch einmal deutlich gemacht, wie gravierend die Folgen von Strahlung durch den modernen Kommunikationsfunk und Mobilfunk für die Gesundheit sein können. In Isfahan (Iran) wurde untersucht, wie sich das Wohnen in der unmittelbaren Nähe einer Mobilfunksendestation auf die betroffenen Personen auswirkt.

Das Ziel dieser Querschnittsstudie war die Erfassung und Auswertung der gesundheitlichen Symptome bei Menschen, die in der Nähe von solchen Mobilfunksendestationen leben. Sind diese Menschen eher oder häufiger von bestimmten Symptomen betroffen als Personen, die weiter entfernt von Mobilfunkstationen wohnen?

Das Studiendesign

Die Forscher Shahbazi-Gahrouei, Karbalae, Moradi und Baradaran-Ghahfarokhi führten diese Studie durch. Veröffentlich wurden die Ergebnisse in der Zeitschrift Electromagnetic Biology and Medicine (Electromagn Biol Med) 2014; 33 (3). Mittels Fragebögen wurden Menschen nach ihren Symptomen in Bezug auf ihre Gesundheit befragt, in Abhängigkeit von der Entfernung ihres Wohnortes zu einer konkreten Mobilfunksendestation. Die Parameter der Befragung waren:

  • der Abstand zwischen der Wohnung der Probanden und der Sendestation
  • die Lage der Wohnung hinsichtlich der Sendestation (gegenüber, hinter, seitlich oder unter ihr bei Anbringung der Sendeanlage auf dem Hausdach)
  • die Dauer des Wohnens in der Nähe der Sendestation.

Es ergaben sich – je nach genauem Wohnort – folgende Gruppen von Probanden unter Berücksichtigung der jeweiligen Exposition:

Referenzgruppe Entfernung der Wohnung von der Sendestation
1              > 300m
2              ≤ 300m
3              < 10m
4              10 -50m
5              50 – 100m
6              100 – 200m
7              200 – 300m

 

Die untersuchten Probandinnen und Probanden waren Frauen und Männer über 18 Jahre. Alle 250 Personen wohnten mindestens seit zwölf Monaten in der Nähe einer Mobilfunksendestation. Unter diesen Menschen befand sich niemand, der weniger als 10 Meter von einem Transformator entfernt wohnte. Außerdem war die Entfernung der Personen zu einer etwaigen freien Hochspannungsleitung 100 Meter oder größer. Die Untersuchung wurde von Oktober 2012 bis November 2012 durchgeführt. Der Ort der Studie war Isfahan im Iran. Bei den Fragebögen wurden das Alter und das Geschlecht der Probandinnen und Probanden berücksichtigt.

Welche Symptome wurden erforscht?

In dieser Studie wurden die folgenden Beschwerden in Bezug auf Elektrosmog untersucht:

  • Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Sehstörungen, Hörstörungen
  • Schwindel, Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System
  • Müdigkeit, Depression, Reizbarkeit, Nervosität
  • Übelkeit, mangelnder Appetit, Unwohlsein
  • Minderung der Libido.

Welche Ergebnisse hat die Studie?

Die überwiegende Zahl der genannten Symptome und Probleme mit der Gesundheit trat in der Statistik der Forscher deutlich öfter auf bei denjenigen Personen, die in einem Abstand von 300 Metern oder weniger zu der Sendeanlage für den Mobilfunk lebten. Diejenigen Probanden, die mehr als 300 Meter davon entfernt lebten, waren deutlich seltener betroffen. Es ist somit ein Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern, Strahlung und Elektrosmog einerseits und bestimmten Krankheitsbildern andererseits äußerst naheliegend. Die Forscher der Studie machten daher den Vorschlag, dass solche Sendeanlagen für den Kommunikationsfunk grundsätzlich nicht weniger als 300 Meter von Wohnungen eingerichtet werden sollten. So lässt sich die Exposition der Anwohner gegenüber der Strahlung, die von den Einrichtungen für den Mobilfunk ausgeht, wenigstens etwas vermindern.

Quelle:
http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=22876&l=g
http://www.mobilfunkstudien.de/studien-chronologisch/studien-2014/shahbazi-gahrouei-d.php&lt

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