Glucose

Wissenswertes über Zucker Teil 2: Der glykämische Index

Was ist der glykämische Index (GI)?

Der glykämische Index (GI) bezeichnet eine Formel, anhand derer gemessen werden kann, wie schnell und wie stark der Blutzuckerspiegel durch den Konsum eines bestimmten Lebensmittels beeinflusst wird. Kohlenhydrate gelten als besonders ungesund, wenn sie einen hohen glykämischen Index haben. Mit einem Wert von 100 hat reine Glukose den höchsten GI. Weißbrot kommt auf einen Wert von etwa 70-85, Cola und Schokolade liegen bei 70, was ebenfalls sehr hoch ist. Vollkornprodukte pendeln sich bei einem Wert von etwa 40 ein, wohingegen Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse einen deutlich geringeren Wert verzeichnen.

Ein niedriger GI sorgt dafür, dass sich die Zuckerkonzentration im Blut nur langsam erhöht, wodurch die Bauchspeicheldrüse entlastet wird. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind daher besonders gesund. Übersteigt der GI eines Lebensmittels die Zahl 50, wird dieses als deutlich ungesünder eingestuft, als eines mit einem Wert unter 50.
Diese Beispiele sollen Ihnen verdeutlichen, dass man mit dem Verspeisen von Kohlenhydraten und Zucker einen großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nehmen kann. Wie Sie lesen konnten, zeichnen sich gesunde Lebensmittel durch einen nur geringen Effekt auf den Blutzucker aus. Sie liefern somit Energie, ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen.

Isolierter Zucker hat viele Gesichter
An dieser Stelle wollen wir uns zunächst den Zuckerarten zuwenden, deren Konsum eine rapide Steigerung des Blutzuckerspiegels zur Folge hat und die sich auch aus weiteren Gründen negativ auf die Gesundheit auswirken. Gemeint sind damit Zuckersorten, die einem starken Verarbeitungsprozess unterliegen, wobei hier der isolierte Reinzucker ebenso genannt werden kann wie Zuckersirup. Die verschiedenen Zuckerformen sollen im Folgenden ausführlich beschrieben werden.

glucoseGlukose
Glukose zählt zu den sogenannten Einfachzuckern, die uns vor allem in Form von Traubenzucker oder Dextrose bekannt ist. In seiner reinen Form ist dieses Süßungsmittel vor allem in Obst, Gemüse, Honig und Vollkornprodukten enthalten.

Traubenzucker, der vor allem in Süßigkeiten, speziellen Sportlernahrungen oder Getränken seine Verwendung findet, wird jedoch entgegen der namentlichen Herleitung nicht aus Trauben gewonnen. Stattdessen wird er aus Weizen-, Mais- oder Kartoffelstärke unter Zusatz von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Bei der hier verwendeten Maisstärke handelt es sich in den meisten Fällen ebenfalls um gentechnisch veränderte Pflanzen.
Aus diesem Grund kann man Traubenzucker getrost die Eigenschaft absprechen, eine gesundheitsfördernde Wirkung zu haben.

Fructose
Fructose gehört ebenfalls zu den Einfachzuckern und findet sich vor allem in Obst, Gemüse und Honig. Die häufig in mannigfaltigen Fertigprodukten verarbeitete Zuckersorte wird natürlich wie auch der Traubenzucker industriell hergestellt, wobei auch hier gentechnisch verändere Mikroorganismen zum Einsatz kommen.

Fructose ist ein Dickmacher
Oben genannte Fakten sollten schon ausreichen, um keine mit künstlicher Fructose hergestellten Produkte zu verzehren. Abgesehen davon lassen sich jedoch auch noch weitere Gründe dafür finden.

Künstliche Fructose wird vom Körper noch schneller zu Fett verarbeitet als Glukose, was sich negativ auf die Figur auswirkt. Darüber hinaus unterdrückt sie die Entstehung eines Sättigungsgefühls und löst somit ständige Hungerattacken aus. Nimmt man diese beiden Eigenschaften zusammen, lässt sich zweifelsfrei schlussfolgern, dass Fructose in Fertigprodukten zu den absoluten Dickmachern zählt.

Krebszellen lieben Fructose
An dieser Stelle soll auf einen weiteren überaus wichtigen Aspekt in Verbindung mit Fructosekonsum hingewiesen werden. Wie schon beschrieben, lässt Fructose uns dick werden, indem sie die Fettzellen füttert. Aber auch weitere Kulturen wie so genannte pathogene Bakterien, Pilze und eben auch Krebszellen lassen sich die süße Leckerei schmecken und freuen sich über ein reichhaltiges Angebot. Eine amerikanische Studie, die im Jahr 2010 veröffentlicht wurde, konnte zudem nachweisen, dass Krebszellen industriell hergestellte Fructose und nicht etwa Glukose präferieren und dadurch bestens gedeihen.
Studie einsehen >>

zuckerartenSaccharose
Saccharose gehört nun wiederum zu den Zweifachzuckern und besteht sowohl aus Glukose als auch aus Fructose. Hergestellt wird sie aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben. Durch Weiterverarbeitung wird daraus schließlich Rübenzucker oder Rohrzucker gewonnen. Mithilfe weiterer Produktionsschritte kann man hieraus nun ganz verschiedene weiße Zuckersorten herstellen, welche im Folgenden kurz aufgelistet werden sollen:
– Kristallzucker (auch als Haushaltszucker oder Raffinade bekannt)
– Instantzucker (dieser wird hergestellt, indem man Haushaltszucker sprühtrocknet)
– Hagelzucker (auch grober Kristallzucker genannt)
– weißer Kandiszucker (hergestellt durch Eindickung von Zuckerlösung)
– brauner Kandiszucker (die eingedickte Zuckerlösung wird hier zusätzlich mit Zuckerfarbe bearbeitet)
– Puderzucker (der Haushaltszucker wird hierfür ganz fein gemahlen)
– Würfelzucker (hergestellt durch Zusammenpressen von Haushaltszucker)

Weißer Zucker lässt sich nur produzieren, indem man ihm viele Chemikalien zusetzt. Hierzu zählen Reinigungs- und Klärmittel wie zum Beispiel Schwefeldioxid oder Chlor, Bleichmittel und nicht zuletzt chemische Substanzen, um ein Verkleben der Verdampferheizfläche zu vermeiden. Daher liegt der Schluss nahe, dass sich Rückstände von diesen giftigen Substanzen unweigerlich im weißen Haushaltszucker ablagern.

Im Teil3 erfahren Sie mehr zum Thema “Wissenswertes über Zucker”

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