Wildkräuter

Wildkräuter in Hausapotheke und Küche – Teil 1

Wildkräuter und ihre Nährstoffe

Wildkräuter sind ein wenig in Vergessenheit geraten, obgleich sie uns jeden Tag auf Wiesen, in Parkanlagen, an Wegesrändern und im Wald begegnen. Sie können kostenfrei gepflügt werden und die tägliche Ernährung durch ihren Nährstoffgehalt sowie ihr Aroma bereichern. Mit ihnen lassen sich Salate, Pestos, Suppen, Smoothies und Gewürzmischungen verfeinern. Einige kommen ferner als Heilpflanzen zum Einsatz, indem mit ihnen Tinkturen und Tees hergestellt werden. Es heißt daher: Körbchen schnappen und Wildkräuter pflücken!

Die kraftvolle Ursprünglichkeit der Wildkräuter

wildkraeuter_45311043_XSHinter der Bezeichnung Wildkräuter verbergen sich Pflanzen, die nicht vom Menschen bewusst kultiviert worden sind und somit noch besonders reich an Vitalstoffen sind. Einige von ihnen sind einjährig, aber der Großteil treibt jedes Jahr nach einer Winterpause erneut aus dem Wurzelwerk aus. Zudem gibt es Wildkräuter, die sich sogar unter einer Schneedecke noch verstecken. Dazu gehören neben Vogelmiere Löwenzahn und Gänseblümchen. Unabhängig davon, wie sich der Pflanzenwuchs der unterschiedlichen Arten gestaltet, stets weisen sie ein großes Spektrum an Mineralien sowie Vitaminen auf und überholen dabei problemlos unser Kulturgemüse. Als Beispiel sei der Kopfsalat genannt. 100 g dieser Salatsorte weisen 224 mg Kalium, 37 mg Kalzium, 1,1 mg Eisen und 11 mg Magnesium auf. Selbstverständlich sind dies keine Fixwerte, sondern können je nach Bodenart sowie Anbauweise variieren. Bei einem Vergleich mit dem Gänseblümchen schneidet der Kopfsalat schlecht ab. Dieses Wildkraut besitzt fast den dreifachen Wert an Kalium, fünfmal mehr Kalzium, zweieinhalbmal mehr Eisen und die dreifache Menge an Magnesium. Noch mehr Vitalstoffe weisen Wildkräuter wie Brennnessel, Gänsefuß und Franzosenkraut auf.

Eine spitzenmäßige Quelle an Vitamin C und Proteinen

Kulturgemüse wie Rosenkohl, Brokkoli und Grünkohl gelten als hervorragende Quelle für Vitamin C. Der Grünkohl kommt auf 105 mg und der Brokkoli sowie der Rosenkohl auf 114 mg. Doch eine Analyse von Wildkräutern zeigt, dass diese noch viel reicher an Vitamin C sind. Allein die Brennnessel begeistert durch einen Wert von 333 mg. Einen noch höheren Gehalt an Vitamin C zeigen der Wiesenknopf mit 360 mg und das Gänsefingerkraut mit 402 mg. Ähnlich stellt sich der Gehalt an Vitamin A. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Proteinwert in Wildkräutern, was sie gegenüber Kulturgemüse überlegen macht. Der Reineiweißwert von 100 g Kulturgemüse liegt bei durchschnittlich 1,3 g. Grünkohl ist mit 3 g der Spitzenreiter. Darauf folgen Lauch, Feldsalat und Salate. Wildkräuter hingegen überzeugen durch eine circa 3,5 fache Proteinmenge. Besonders hervorzuheben sind diesbezüglich Malve und das aromatische Unkraut Giersch. Ebenso sind Winterkresse und Gänsefuß sehr eiweißreich.

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