Wildkräuter

Wildkräuter in Hausapotheke und Küche – Teil 2

Mit bioaktiven Pflanzenstoffen in Wildkräutern das Wohlbefinden aufpeppen

wildkraeuter-2Wildkräuter sind nicht nur eine hervorragende Quelle für Vitamine und Mineralien, sondern überzeugen ebenfalls durch einen exzellenten Gehalt an bioaktiven Pflanzenstoffen. Sie nehmen in der Wissenschaft einen immer höheren Stellenwert ein, da mit ihnen zahlreichen Krankheiten vorgebeugt werden kann und diverse Beschwerden gelindert werden können.

Die heilsame Wirkung der Bitterstoffe und Flavonoide

Wildkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Schafgarbe und Wegwarte sind reich an Bitterstoffen. Diese nehmen einen hervorragenden Einfluss auf das Verdauungssystem, da sie Gärprozesse sowie Fäulnisprozesse stoppen. Außerdem fördern sie die Gallensaft- und Magensekretion. Nach einem besonders fettreichen Essen unterstützen sie eine reibungslose Verdauung und nehmen einen positiven Einfluss auf das Entgiftungsorgan Leber.

Flavonoide als höchst wirksame Pflanzenstoffe können sich ebenfalls positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Sie sind zwar auch in den äußeren Blättern oder in den Schalen von Kulturgemüse sowie Kulturfrüchten enthalten, aber werden häufig nicht mitverzehrt. Wildkräutern sind jedoch reich an diesen kleinen Gesundheitshelfern, von denen es zahlreiche Arten gibt. Ein Großteil von ihnen fungiert als Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen bewahren und somit das Risiko auf Krebserkrankungen minimieren. Andere Flavonoide können gegen Grippeviren schützen oder Infektionskrankheiten heilen. Ferner können einige dieser Pflanzenstoffe zur Harmonisierung des Blutcholesterinspiegels beitragen oder die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Krankheiten vermeiden. Besonders reich an Flavoiden sind die Wildkräuter Stiefmütterchen, wilde Malve, Frauenmantel und Wegerich.

Von den Gerbstoffen und weiteren Inhaltstoffen der Wildkräuter profitieren

Zahlreiche Wildkräuter wie Wiesenstorchschnabel, Scharbockskraut, Gundermann und Blutweiderich weisen einen hohen Gehalt an Gerbstoffen auf. Diese Stoffe vermögen Entzündungen zu hemmen, Bakterien sowie Viren zu bekämpfen und Gifte zu neutralisieren. In der Pflanzenheilkunde finden sie bei Hauterkrankungen oder Durchfällen Anwendung. Der Geschmack der Gerbstoffe ist nicht sehr angenehm, weshalb sie meist nur in geringen Dosen konsumiert werden. Ebenfalls einen positiven Einfluss auf Entzündungen können Saponine und Schleimstoffe nehmen. Gern wird diesbezüglich auch zu den Wildkräutern Spitzwegerich und Ehrenpreis gegriffen, die nicht nur entzündungshemmend, sondern ebenso antiviral und blutbildend sind. Königskerze, Nachtkerze, Frauenmantel und kanadischen Berufskraut weisen Phytosterine auf. Sie können das schädliche LDL-Cholesterin senken und somit das Krebsrisiko verringern. Selbstverständlich sind Wildkräuter zudem reich an den unterschiedlichsten ätherischen Ölen, die je nach Sorte die Atemwege und das Verdauungssystem positiv beeinflussen.

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