Herzförmige Wasserbewegung

Veränderte Herzratenvariabilität durch Elektrosmog

Elektrosmog verändert die Herzratenvariabilität

Elektrosmog verändert die Herzratenvariabilität

Eine Studie findet heraus: Die Exposition mit Elektrosmog bzw. Mikrowellenstrahlung verändert die Herzratenvariabilität (HRV) des Menschen. 25 Personen wurden in Abständen von drei Minuten der Strahlung von Schnurlostelefonen (DECT-Telefonie) ausgesetzt.

Zwischendurch blieb die Strahlung aus. Während dieses Prozesses wurden die Herzratenvariabilität und der elektrische Hautwiderstand gemessen und anschließend ausgewertet. Ausgangspunkt war die Frage nach dem Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und lebenden Organismen. Die Ergebnisse der Studie finden Sie im Folgenden.

Herzratenvariabilität I: Sympathikus und Parasympathikus

Der Herzschlag ist beim gesunden Menschen keineswegs immer genau gleich. Er sollte zwar in einem regelmäßigen Rhythmus erfolgen, aber dieser Rhythmus wird von körpereigenen Prozessen gesteuert und beeinflusst. Das Nervensystem des Menschen besitzt zwei Stränge von Nerven, die vom emotionalen Hirn aus die Organe des Körpers anregen: den Sympathikus und den Parasympathikus.

  • Sympathikus:
    Dieser Nervenstrang operiert mit der Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin. Er reguliert menschliche Reaktionen wie Flucht oder Kampf, Stress oder erhöhte Aufmerksamkeit. Aktivitäten des Sympathikus beschleunigen den Schlag des Herzens.
  • Parasympathikus:
    Der Parasympathikus operiert mit der Freisetzung von Acetylcholin. Er steuert menschliche Entspannungszustände. Dabei wird der Schlag des Herzens verlangsamt.

Bildhaft ausgedrückt: Der Sympathikus fungiert als Gaspedal des Organismus, das Parasympathikus als Bremspedal. Normalerweise streben diese beiden Nervenstränge einen Ausgleich an. Sie bilden ein Gleichgewicht, indem sie beide gleichermaßen dauerhaft wirksam sind. Der Abstand zwischen zwei nacheinander erfolgenden Herzschlägen ist also nie exakt gleich. Dies ist durchaus gesund und wünschenswert. Forscher gehen davon aus, dass eine völlig exakte Gleichmäßigkeit des Herzschlags ohne Variationen erst wenige Monate vor dem Tod des betreffenden Menschen einsetzt.

Herzratenvariabilität II: das RR-Intervall

Es geht bei der Herzratenvariabilität (englisch: heart rate variability) also um die Fähigkeit des menschlichen Organismus, die Rhythmusfrequenz des Herzens zu verändern bzw. zu steuern. Der Abstand zweier aufeinander folgender Herzschläge markiert die Zeitspanne zwischen dem Anfang von zwei Kontraktionen (Zusammenziehungen) der Kammern des Herzens. Der Anfang einer solchen Kontraktion wird im EKG (Elektrokardiogramm) als R-Zacke dargestellt. Der Abstand zwischen zwei R-Zacken heißt RR-Intervall. Unter Herzratenvariabilität versteht man die Quantifizierung der Schwankungen zwischen den RR-Intervallen. Wenn im EKG eine Zeitreihe von RR-Intervallen ermittelt wird, lässt sich so die Herzratenvariabilität erfassen. Dabei gilt die Regel: Wenn die Herzratenvariabilität starrer wird, dann wirkt der Sympathikus stärker. Wenn sie immer flexibler wird, wirkt der Parasympathikus stärker.

Die Ergebnisse der Studie zur Herzratenvariabilität

Der Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern bzw. Elektrosmog der Schnurlostelefone und der Herztätigkeit der Probanden stellte sich wie folgt dar: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie wurden zunächst nach ihrer etwaigen Elektrosensibilität bzw. Elektrohypersensibilität befragt. Sie konnten angeben, extrem, moderat, etwas oder überhaupt nicht an Elektrosensibilität zu leiden oder in Bezug auf Elektrosensibilität unentschieden zu sein. Das Ergebnis ist erschreckend: 40 Prozent der untersuchten Personen zeigten, wenn sie der Strahlung durch Mobilfunk ausgesetzt waren, messbare Veränderungen in der Herzratenvariabilität. Einige entwickelten sogar extreme Veränderungen bis hin zur Tachykardie. Als tachykard bezeichnet die Medizin Menschen mit einer beschleunigten Herzfrequenz von höher als 100 Schlägen in der Minute. Andere Probanden wiederum zeigten eine geringere Reaktion beim Anstieg des Herzschlages. Einige hatten keine Veränderung der Herzratenvariabilität. Dies kann folgende Gründe haben:

  • Es ist möglich, dass der Organismus bereits eine entsprechende Anpassungsfähigkeit herausgebildet hat.
  • Bei den Probanden lag bereits eine ausgeprägte Erschöpfung vor, die auf neurovegetativer Ebene zu einem Entspannungszustand führt.

Der elektrische Hautwiderstand

Der Hautwiderstand ist die elektrische Leitfähigkeit der Haut. Diese wird hauptsächlich durch die Funktion der Schweißdrüsen gesteuert. Diese wiederum unterliegt dem Einfluss des vegetativen Nervensystems. Sie ist also kaum bewusst steuerbar, auch wenn es bestimmte Verfahren gibt, die man dazu erlernen kann. Je mehr Schweiß die Drüsen produzieren, desto höher die Leitfähigkeit der Haut. In diesem Bereich konnten in der Studie keine Zusammenhänge zwischen Strahlung durch Kommunikationsfunk und Hautwiderstand festgestellt werden. Weder bei Menschen mit Elektrosensibilität noch bei anderen Probanden zeigte sich eine signifikante Veränderung. Die Ergebnisse zu den Veränderungen Herzratenvariabilität sind jedoch weitreichend.

 

Quelle:
http://www.elektrosensibel-muenchen.de/forschung/articles/id-41-hrv-mit-ergebnissen-elektrischer-hautwiderstand-ohne.html
http://www.onmeda.de/anatomie/vegetatives_nervensystem_anatomie-sympathikus,-parasympathikus-und-enterisches-system-3098-2.html

 

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