Telefonierender Mann

Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen auf die Spermien

Neben Nikotin und diversen Toxinen in Nahrungsmitteln, stellt auch Mobilfunkstrahlung eine Gefahr für gesunde Spermien dar.

Neben Nikotin und diversen Toxinen in Nahrungsmitteln, stellt auch Mobilfunkstrahlung eine Gefahr für gesunde Spermien dar.

Untersuchungen rund um den Globus zeigen, dass allgemein die Qualität von männlichen Spermien zurückgegangen ist. Unfruchtbarkeit tritt bei Männern vor allem durch reduzierte Beweglichkeit der Spermien auf und durch Schädigungen am Erbgut der Spermien. Eine Studie hat nun untersucht, wie sich die akute und direkte Strahlung von handelsüblichen Handys bzw. Mobiltelefonen mit 900/1800 MHz auf die Beweglichkeit, Lebensfähigkeit und Brüche in den Strängen der DNA auswirkt. Die Probanden waren Männer ohne Kinder im Alter von 24 bis 31 Jahren. Im Untersuchungslabor wurden die Spermien untersucht.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Das Untersuchungsdesign setzte bereits zwei Monate vorher ein. In diesem Zeitraum sollten die Teilnehmer kein Mobiltelefon in der Tasche mit sich führen und auch kein Laptop mit WLAN bzw. Funkverbindung gebrauchen. Im Untersuchungslabor wurden die Ausgangswerte ermittelt. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe A hatte eine Kontrollfunktion, Gruppe B wurde Strahlung ausgesetzt. Für die Strahlung wurde ein eingeschaltetes Handy benutzt. Dieses befand sich abwechselnd im Stand-by-Modus und im Sprechmodus, weil im 10-Minuten-Takt Anrufe eingingen. Das Handy lag in einem Abstand von 5 Zentimetern zu den Spermaproben. Unmittelbar nach der Strahlenexposition wurden die Spermienproben untersucht und die Beweglichkeit und Lebensfähigkeit ermittelt. Stündlich untersuchten die Forscher die Zahl der Brüche in den DNA-Strängen.

Untersuchungsergebnisse

Die folgende Tabelle fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen:

Untersuchungskriterium Gruppe A (Kontrolle) Gruppe B (Bestrahlung) Ergebnis
Tote Samenzellen 9,1 ± 3,7% 9,6 ± 4,1% Kein signifikanter Unterschied
Unbewegliche Samenzellen 7,1 ± 2,5% 7,4 ± 3,3% Kein signifikanter Unterschied
Zahl der gut beweglichen Spermien (nach fünf Stunden) 81,3 ± 7,2% 66,5 ± 6,3% Deutlich vermindert
Zahl der eingeschränkt beweglichen Spermien (nach 5 Stunden) 12,8 ± 5,8% 25,3 ± 4,7% Deutlich gesteigert
Zahl der gebrochenen Stränge der DNA (nach 5 Stunden) 4,2 ± 1,8 % 8,8 ± 2,2 % Deutlich gesteigert

Die Brüche der DNA-Stränge geschahen vor allem in den ersten beiden Stunden der Strahlungsexposition. Die Fragmentierung der DNA lag nach der Strahlung um 65,3 ± 12,4% höher als vor der Exposition. Man kann davon ausgehen, dass die Strangbrüche durch den Elektrosmog vom Mobilfunk geschehen.

Was folgt daraus?

Die nachlassende Qualität der Spermien weltweit lässt sich auf verschiedene Umwelteinflüsse zurückführen. Dazu gehören:

  • Rauchen und Alkoholgenuss
  • toxische Stoffe in Nahrungsmitteln
  • toxische Metalle wie Kadmium oder Blei
  • höhere Temperatur der männlichen Hoden
  • Strahlung / Elektrosmog durch den Mobilfunk (Handy, WLAN etc.)

Je länger die Exposition durch Strahlung ist, desto schwerwiegender die Schädigungen an den Spermien. Diese Studie bestätigt die Ergebnisse vieler vergleichbarer Studien: Es besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen Strahlung von Mobilfunk, Verminderung der Beweglichkeit der Spermien und verstärkter Schädigung der DNA.

 

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