Zeigefinger auf Tablet Computer

St. Gallen Wireless

Eine Stadt meistert die Herausforderung des Mobilfunkzeitalters

St. Gallen Wireless verbindet Menschen. Dennoch wird auf Strahlungsarmut geachtet.

St. Gallen Wireless verbindet Menschen. Dennoch wird auf Strahlungsarmut geachtet.

Um den Anforderungen im Zeitalter des Kommunikationsfunks gerecht zu werden, hat sich die schweizerische Stadt St. Gallen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: das Programm St. Gallen Wireless, das allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt einen drahtlosen Internetzugang ermöglicht. Technisch auf der Höhe der Zeit, Kommunikation für alle – und dabei möglichst strahlungsarm. Federführend waren hier die St. Galler Stadtwerke. Ausgewählte Standorte bieten Hotspots, also Internetzugänge, für die man sich nur einmalig anmelden muss. Wie das funktioniert und was es der Gesundheit bringt, erfahren Sie hier.

Das Projekt St. Gallen Wireless – warum?

In regelmäßigen Zeiträumen von etwa einem halben Jahr bis zehn Monaten verdoppeln sich die Datenraten, die die Internet- und Mobilfunknutzer auf Ihre Tablets, Smartphone, Handys und Computer laden oder online stellen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Mobilfunkindustrie kaum schnell genug nachrüsten kann, um den Erfordernissen gerecht zu werden. Auch die Gesundheitsgefahren und Langzeitrisiken wachsen mit: Je mehr Strahlung produziert wird, desto häufiger treten Fälle von Elektrosensibilität auf. Menschen werden krank, weil sie der Strahlung von elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind. Außerdem bringt der Mobilfunk auch ein ästhetisches Problem mit sich: Die Sendeanlagen, die immer öfter installiert werden müssen, bieten keinen schönen Anblick und verschandeln nicht selten Baudenkmäler und malerische historische Altstädte. Daher formiert sich in Städten und Kommunen bereits heftiger Protest gegen diese Sendeanlagen, sowohl was ihre immer zahlreichere Installation betrifft, als auch die Vergrößerung und Erweiterung bereits vorhandener Sendeanlagen. In der Schweiz wie auch anderswo engagiert sich die Mobilfunkindustrie seit Langem für eine Senkung der Grenzwerte.

Das Projekt St. Gallen Wireless – so funktioniert es

Viele Politiker schaffen es nicht, diese Problem in den Griff zu bekommen, oder fürchten um ihre guten Kontakte zur Mobilfunkindustrie. Nicht so in St. Gallen. Hier zeigen sich die kommunalen Entscheidungsträger verantwortungsbewusst. Die bestehenden, relativ strengen Grenzwerte bleiben bestehen. Ein hoher Schutz für die Gesundheit wird gewährleistet. Auch das bildschöne Ambiente der Stadt wird nicht durch weitere Sendeanlagen gestört. Stattdessen hat die Stadt eine intelligent durchdachte, dezente und dennoch effektiv-leistungsfähige Versorgung mit Mobilfunk angelegt, die dabei auch noch strahlungsarm ist. Bereits im Jahre 2001 wurde das Projekt Wireless St. Gallen auf den Weg gebracht, und 2014 in den normalen Betrieb überführt. Diese Installation zeichnet sich aus durch…

  • Leistungsstärke, die ausreichend für die flächendeckende Versorgung ist
  • Strahlungsarmut
  • problemlose Ausbaufähigkeit
  • Bereitstellung eines Mobilfunknetzes für alle User
  • Trennung von Innenraum- und Außennutzung, wodurch es jedem User überlassen bleibt, seine Innenräume strahlungsarm zu halten
  • Kürze der Funkstrecken (durch ein Netz kleiner Zellen)
  • Keine Verschandelung des Anblicks, weil Kleinstzellen verwendet werden.

Wie wird die Strahlungsarmut erreicht?

Jedes Endgerät, das den Mobilfunk nutzt (Handy, Smartphone, Laptop, PC, Tablet etc.) reguliert seine Sendeleistung abhängig von der Qualität des Empfangs. Je weiter die Sendestation entfernt ist, desto stärker sendet das Endgerät. Dies gilt auch für Hindernisse, die zu durchdringen sind (z. B. eine Wand aus Beton). Wenn die Beschaffenheit des Netzes kleinzellig ist, werden geringere Strahlungsleistungen gebraucht. Sowohl die Sendeanlagen als auch die Endgeräte senden dann eine weniger intensive Strahlung. Nur ein solch engmaschiges Netz, das aus zahlreichen Sendestationen in geringen Abständen besteht, kann dies gewährleisten. Die Belastung mit Strahlung wird gleichmäßig verteilt und geringer. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wobei zahlreiche Fachleute mit Studien belegen, dass auch geringe unnatürliche Strahlenbelastungen immer noch einen negativen Einfluss haben, insbesondere bei langfristiger bzw. dauerhafter Anwendung.

Fazit: Die Gefahr ist erkannt, wird ernst genommen und man erreicht hohe Datenraten trotz geringer Strahlungsintensität. Es wird bereits diskutiert, ob das Konzept auch für deutsche Städte, z. B. Stuttgart, tauglich sein könnte. Die US-amerikanische Stadt New York bearbeitet zurzeit ein ähnliches Projekt. Es sollen im Rahmen des Projekts LinkNYC ca. 10.000 Stellen mit Kleinsendern installiert werden, die im Datentransfer für eine Geschwindigkeit im Gigabit-Bereich sorgen sollen: schnell und wenig gesundheitsgefährdend.

Unser Tipp: Wer sich gegen die noch verbleibende Strahlung schützen will,
kann auf die bewährten memon Produkte zurückgreifen.

 

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