Frau mit Schere in der Hand - Durchschneiden der Helix

Strahlenschädigungen beim Embryo

Gen Schere 1

Potenzielle Störungen des Gehirns sind durch Strahlenexposition möglich.

Die Forschung hat erkannt: Eine Strahlenbelastung mit 1800 MHz bremst das Wachstum der Neuriten von neuralen Stammzellen des Embryos. Dies kann die Entwicklung des Gehirns (Neurogenese) entscheidend beeinträchtigen. Zahlreiche potenzielle Störungen des menschlichen Gehirns sind durch Strahlenexposition in der frühen Entwicklungsphase möglich. Strahlenschädigungen?

Was sind embryonale neurale Stammzellen?

Wahrscheinlich wissen Sie, dass Embryo die Bezeichnung für das ungeborene Lebewesen in der frühen Entwicklung nach der Befruchtung bzw. während der Schwangerschaft ist. Die Stammzellen sind diejenigen Zellen des Embryos, die verschiedene Gewebe des späteren Körpers entwickeln können. So gesehen bieten sie für die Zellentwicklung (z. B. der Organe, des Skeletts, des Nervensystems, des Gehirns etc.) die Basis. Embryonale Stammzellen stellen die Vorläufer der eigentlichen Zellen des Körpers dar. Die Stammzellen haben (zumindest theoretisch) die Fähigkeit, einen vollständigen Körper bzw. Organismus zu entwickeln. Daher sind sie auch für die Medizin interessant. Stammzellenforschung ist allerdings nicht unumstritten, weil die Gewinnung von Stammzellen mit dem Diskurs um den Wert ungeborenen Lebens zusammentrifft. Embryonale neurale Stammzellen sind die Vorstufe derjenigen Zellen, die das Gehirn bilden.

Was ist die Aufgabe von embryonalen Stammzellen?

Die embryonalen neuralen Stammzellen sind noch weitestgehend undifferenziert. Sie können aber ausdifferenzieren, und zwar in die 3 wesentlichen Zelltypen des Gehirns. Von den embryonalen neuralen Stammzellen hängt ab…

  • … die Differenzierung dieser Zellen hin zu Gliazellen und Neuronen
  • … das Absterben von Zellen
  • … die exakte Herausbildung von Nervenzellen (Neuronen)
  • … die Herausbildung von Zellfortsätzen der Neuronen (Neuriten).

Es wird klar: Die Differenzierung in Neuronen und der entsprechende Prozess von Wachstum und Reife ist entscheidend für das Entstehen eines voll funktionsfähigen Gehirns.

Welche Folgen kann die Exposition mit Strahlen von Mobilfunk bzw. Elektrosmog haben?

Die Strahlung, die durch Kommunikationsfunk wie Handys, Schnurlostelefon, DECT-Telefonie etc. freigesetzt wird, kann in Bezug auf die Stammzellen u. a. die folgenden Probleme nach sich ziehen:

  • Gesteigerte Produktion von ROS (also einer reaktiven in der Zelle gebildeten Sauerstoffspezies).
  • Gestörte Funktion der Mitochondrien (die u. a. ein energiereiches Molekül bilden und auch für andere Zellfunktionen zuständig sind)
  • Probleme mit dem Kalzium-Spiegel in der Zelle
  • Gesteigerter Zellstress
  • Veränderungen der Gene, die für die Entwicklung des Gehirns mitbestimmend sind
  • Veränderungen im Verhalten des Lebewesens
  • Veränderungen im Bereich des Hippocampus (welcher nicht zuletzt für die Fähigkeit des Erinnerns zuständig ist)
  • Steigerung der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke (Die Blut-Hirn-Schranke reguliert die Frage, welche Stoffe aus dem Blut in das Gehirn dringen können. Ist sie gestört, gelangen möglicherweise Schadstoffe ins Gehirn.)
  • Erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen des Gehirns
  • Erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen (Der Begriff neurodegenerativ bezieht sich auf den Verlust von Neuronen, Beispiel: Alzheimersche Krankheit oder Morbus Parkinson.)

Studie zu den Folgen der Strahlung eines Mobiltelefons (1800 MHz) an Mäusen

Embryonale Stammzellen von Mäusen wurden der Strahlung eines Mobiltelefons mit 1800 MHz ausgesetzt. Unverändert gegenüber nicht bestrahlten Zellen waren…:

  • … die Überlebensrate der Stammzellen
  • … die Apoptose (programmierter Zelltod)
  • … der Zellzyklus (also die korrekte Abfolge der Zellereignisse)
  • … das Zellwachstum
  • … die Rate der Ausdifferenzierung von Gliazellen und Neuronen.

Entscheidend vermindert waren aber nach 3 Tagen Bestrahlung…:

  • … das Längenwachstum der Neuriten der Neuronen, die aus den Stammzellen entstanden
  • … die Verzweigungen der Neuronen (also ihre Verknüpfungen).

Diese Studienergebnisse decken sich mit den Untersuchungen, die die genetischen Prozesse und die Bildung von Protein beobachteten. Die wesentlichsten Prozesse für das Neuritenwachstum und die Differenzierung der Neuronen waren gebremst. Diejenigen Gene, die für die Wachstumshemmung zuständig sind, waren gesteigert aktiv. Der Kommunikationsfunk, der Mobilfunk, Schnurlostelefone, Sendemasten etc. verursachen also einen Elektrosmog, dessen Wirkung auf die Entwicklung des Gehirns noch gar nicht abschließend erforscht ist. Die Studie weist auf potenziell entscheidende Beeinträchtigen des Gehirns hin. Die SAR-Werte der Studie lagen bei 4 W/kg, also über dem gültigen Grenzwert. Es ist aber davon auszugehen, dass bei längerer Exposition gegenüber Mobilfunkstrahlung auch geringerer SAR-Werte ein Risiko für die Gesundheit darstellen.

In Anbetracht der immer größer werdenden Informations- und Signaldichte ist die Nutzung und der damit verbundene Schutz einer modernen Informationstechnologie wie memon daher von zunehmender Bedeutung.

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