Karibische Romantik

Die Sonnencreme-Hysterie

Wer sich heute ins Freie begibt denkt gerade in den Sommermonaten sofort an einen wirkungsvollen Sonnenschutz. Die Hysterie, die sich mittlerweile gegen die Sonnenstrahlen breit macht, ist vollkommen überzogen und sogar gesundheitsschädlich. Viel wichtiger ist es, den Umgang mit der Sonne zu lernen, statt sich gedankenlos von der Sunblocker-Industrie einseifen zu lassen.

In den Morgen- und Abendstunden kann man sich langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnen

In den Morgen- und Abendstunden kann man sich langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnen

Ich frage mich oft, wieviel Tonnen Sonnencreme in einer Badesaison in Freibädern, Seen und im Meer das Wasser belasten. Gut kann das für die Natur doch nicht sein, wenn die mit Sonnencreme vollgekleisterten Menschenscharen über das Wasser herfallen. Zugegeben, die Sonne hat schon ihre Tücken und die Kraft der energiereichen UV-Strahlen sollte keinesfalls unterschätzt werden. Aber muss es denn immer gleich die Chemiekeule sein?

Wäre es nicht viel schonender für Mensch und Natur, wenn man der Sonne ehrfurchtsvoll und demütig begegnet? Ein langsames Herantasten und Kennenlernen mit der ursprünglichsten Lebenskraft schlechthin könnte so viel in einem Menschen bewirken. Stattdessen ziehen wir es vor, bleich wie blutleere Zombies vom ersten Urlaubstag an, den Guinness Rekord im Schnellbräunen anzugreifen. Wir haben ja schließlich die tolle Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr! Dass wir unserem Körper mit diesem extremen Verhalten kein Gefallen tun, dürfte bei reiflicher Überlegung auch dem uninspiriertesten Menschen klar werden. Das ganze Jahr über bedecken wir unsere Haut mit Kleidung, um sie dann dem absoluten Härtetast am Strand auszusetzen. Wie wäre es mit einem langsamen aufeinander zugehen? Mit einem wilden Tier freundet man sich auch nicht an, indem man mit einem lautem Hallali auf es zustürmen. Geben wir also der Sonne die Chance, sich langsam an unseren bleichen Körper zu gewöhnen, wir müssen sie doch nicht mit all unserer Schönheit überfordern.

Guter Ruf und schlechte Wirkung

Sonnencremes haben in unserer Gesellschaft immer noch einen guten Ruf. Dafür läuft sowohl die Werbemaschinerie der Chemiekonzerne als auch die Angst und Panikmache der Ärzteschaft auf Hochtouren. Ist doch eigenartig, dass man uns das Objekt der Begierde, die Sonne, zunächst zum Spielverderber erklärt, wir sie dann – den Sonnencremes sei dank – doch wieder genießen dürfen. Was würden wir ohne Sonnencremes nur tun?

Wahrscheinlich wieder anfangen selbst zu denken, damit hätte man schon viel gewonnen. Wer in den frühen Morgenstunden die Hüllen fallen lässt, bevor die Sonne ihre Macht entfaltet und wer sich in den Mittagsstunden im Schatten oder leicht bekleidet aufhält, kann am Abend sein tägliches Trainingsprogramm mit der Sonne problemlos weiter führen und sich schnell mit ihr anfreunden. Hierzu brauchen wir keine Hilfe von der Sunblocker-Industrie.

Die Panikmache gegen die ach so gefährlichen UV-Strahlen wird ganz bewusst verbreitet. Notfalls werden eigens Studien dafür angefertigt, in denen belegt werden soll, dass Sonnencremes vor Hautkrebs schützen. Tun sie aber nicht! Wissenschaftlich ist nicht nachgewiesen, dass Sonnencremes vor Hautkrebs schützen. Andere Studien zeigen eine bedenkliche Korrelation: Bevölkerungsschichten mit dem höchsten Verbrauch an Sonnenschutzcremes haben auch die meisten bösartigen Melanome zu verzeichnen! Diese treten aber eigenartigerweise nicht an den Stellen auf, die der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, sondern vor allem an Körperzonen, die dem Sonnenlicht kaum oder gar nicht ausgesetzt sind wie z.B. Kniekehlen oder Achselhöhlen.

Gerade im Hinblick auf das immer größer werdende Ozonloch will man sich und seine Lieben natürlich vor zu hoher Strahlenbelastung schützen. Wer jedoch glaubt, dies mit Hilfe von chemischen Erzeugnissen tun zu müssen, der macht den Bock zum Gärtner.

Es muss doch klar sein, dass jede chemische Substanz, und davon gibt es in Sonnencremes genügend, schädigenden Einfluss auf die Leber, die Nieren und den Darm haben. Um einen wirksamen Schutz gegen die UV-Strahlung aufzubauen, muss die Sonnencreme mehrmals aufgetragen werden. Die in der Sonnencreme enthaltenen Chemikalien, fördern die Entstehung von Hautkrebs. Jetzt sind es nicht mehr die UV-Strahlen, sondern die Chemiker. Gegen die Sonne kann ich mich wie bereits erwähnt ganz gezielt durch mein Verhalten schützen, gegen die Chemie bin ich aber machtlos. Keiner weiß, welche chemischen Reaktionen da im Körper in Gang gesetzt werden.

Ich persönlich kenne lieber die Gefahren und weiß sie zu benennen. Da bin ich nicht hilflos und kann durch bewusstes Verhalten etwas erreichen. Wenn ich mich in die Abhängigkeit eines von finanziellen Interessen geprägten Chemiekonzerns begebe, fühle ich weder Geborgenheit noch die Macht, selbst etwas Gutes für mich und meine Lieben tun zu können. Außerdem gehe ich dem Wasser zuliebe auch vorzugsweise fettfrei schwimmen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.