Mann auf Slackline

Slacklining – Tanzen auf dem Schwabbelseil

Slacklining ist eine Trendsportart, bei der man auf einem Schlauch- oder Gurtband balanciert, das zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist. Im Gegensatz zum Balancieren auf dem straff fixierten Drahtseil dehnt sich eine Slackline unter der Last des Sportlers. Sie verhält sich dynamisch und verlangt ein ständiges aktives Ausgleichen der Eigenbewegung, weil es schwabbelt.

Slacklining ist eine Sportart, die, wie sollte es anders sein, aus den USA den Weg den Weg nach Europa fand. Im Vergleich zum verwandten Seiltanz der Zirkusartisten ist das Slacklining eine noch sehr junge Sportart. Es entwickelte sich Anfang der 1980er Jahre aus einer Freizeitbeschäftigung der Kletterer im Yosemite-Nationalpark. Diese vertrieben sich bereits seit den 60er Jahren die Zeit an Ruhe- und Regentagen damit, auf Absperrketten und Tauen an Parkplätzen zu balancieren. Adam Grosowsky und Jeff Ellington waren die ersten, die auf die Idee kamen, ihre Kletterausrüstung dafür zu gebrauchen. In Europa gilt der Fotograf und Extremkletterer Heinz Zak als Pionier des Slacklininig.

Beim Slacklinen wird ein elastisches Band zwischen zwei festen Gegenständen befestigt. Die einfachste Aufgabe des Sportlers ist es, dieses Band, wie es auch im Seiltanz praktiziert wird, einfach nur zu überqueren. Im Gegensatz zum Seiltanz basiert die Slackline auf Schlauch- oder Gurtbändern. Die flexible Konstruktion macht die Aufgabe für den Sportler um einiges schweriger, da es ihm ein höheres Maß an Konzentration, Balance und Koordination abverlangt. Diese speziellen Fertigkeiten eignen sich hervorragend als Ergänzungssportart zu allen Sportarten, bei denen ein ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl benötigt wird, wie z. B. Kampfsport, Skifahren oder auch Klettern.

Es werden sechs Arten des Slacklinen unterschieden:

  1. Lowlines / Tricklines
  2. Longlines
  3. Rodeo und Freestyle Lines
  4. Highlines
  5. Waterlines
  6. Jumplines

Aus den Namen lassen sich die Unterschiede der einzelnen Art ableiten. jede Anordnung ist eine ganz spezielle Herausforderung. Der Schwierigkeitsgrad steigt in der Reihe der oben genannten Aufzählung. Anfänger sollten sich also erst einmal an den Lowlines versuchen. Wenn das klappt können die ersten Tricks geübt werden. Das alles geschieht in einer geringen Höhe (ca. 80 cm) und bei möglichst weichem Untergrund. Die einfacheren Tricks sind gehen, rückwärts gehen, knien, umdrehen, hinsetzen oder gar hinlegen.

Nur wer die Einstiegsübungen und Tricks voll drauf hat, sollte daran denken, auf die Longline oder andere Lines zu wechseln. Ganz wichtig ist das Spannen der Lines. Hier ist größte Sorgfalt geboten. Erkundigen Sie sich in einem Sportgeschäft nach geeignetem Material. Es können Kräfte bis zu 2 Tonnen auf die Halterung einwirken. Wenn da was reißt, wird das Seil zum Geschoss. Wenn Bäume zum Fixieren verwendet werden, bitte darauf achten, dass die Rinde an den Fixpunkten durch Teppiche oder ähnliches gut geschützt wird.

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