Mikrowelle

Radargerät in der Küche: Die Mikrowelle

Möchten Sie auf Ihre Mikrowelle verzichten? Oder genießen Sie das bequeme, einfache Erhitzen von Speisen und Getränken? Der Mikrowellenherd hat längst die deutschen Küchen erobert, denn laut einer Statistik aus 2011 besitzen 72% der Deutschen eine Mikrowelle, in den USA sind es sogar 95% der Bevölkerung. Wie gesund ist aber das Essen aus dem Radargerät?

Schmelzende Schokoriegel und explodierte Eier:

Die Geschichte der Mikrowelle

Der Ingenieur und US-Amerikaner Percy Spencer entdeckte, dass Nahrung per Mikrowellenstrahlung erwärmt werden kann. Er arbeitete an einem Radargerät und verspürte dabei ein seltsames Gefühl. Er bemerkte, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche zu schmelzen begann. Das Radar hatte die Schokolade durch die Mikrowellenstrahlung geschmolzen. Weitere Versuche zeigten, dass Maiskörner in der Nähe des Radars aufplatzen und Eier förmlich explodierten.

Radargerät in der Küche: Die Mikrowelle

Radargerät in der Küche: Die Mikrowelle

Wie funktioniert die Mikrowelle?

Wenige wissen, wie die Mikrowelle tatsächlich funktioniert. Mikrowellen sind elektromagnetische Strahlen, die im Frequenzbereich zwischen Radio- und Infrarotstrahlen liegen. Dabei wirkt das Gehäuse der Mikrowelle wie ein Faradayscher Käfig, der keine Strahlen nach außen entweichen lässt. Die Mikrowellen dringen in die Nahrung ein und werden dabei von dem Wasser in den Zellen aufgenommen. Die Wassermoleküle beginnen sich zu bewegen und erwärmen sich dabei. Diese Bewegung überträgt sich auf die benachbarten Moleküle und somit wird das Essen von innen heraus erhitzt. Der Herd oder die Umgebung wird dabei nicht aufgeheizt, ganz anders als bei dem Erwärmen von Speisen an einem herkömmlichen Ofen.

Zerstören wir damit lebenswichtige Inhaltsstoffe?

Laut Experten gibt es keine gründlichere Art um Lebensmittel zu denaturieren. Einige sprechen sogar davon, dass dieses aggressive Zerstören von lebenswichtigen Inhaltsstoffen gefährlich sei. Laut dem Wirtschaftsmagazin „New Scientist“ ist das Kochen in der Mikrowelle die schädlichste Art, Gemüse zuzubereiten. Oder wie sagte ein Lebensmitteltechniker: „Eine effektive Art, aus lebendigem Trinkwasser chemisches H2O zu machen, ist das Wasser in den Mikrowellenherd zu stellen.“ Ein ernstes Problem dabei ist auch, dass viele Eltern die Babynahrung ihrer Kinder in der Mikrowelle erhitzen.

97 Prozent der Antioxidantien werden vernichtet

In den letzten Jahren mehrten sich die wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Antioxidantien aus frischen und vitalstoffreichen Lebensmitteln unsere Gesundheit schützen. Sie bekämpfen freie Radikale, die den Organismus schädigen können.

Die Mikrowelle jedoch zerstört gerade diese Inhaltsstoffe umfassender als jede andere Methode der Erhitzung. Eine Ernährung, die arm an Antioxidantien ist, wird also langfristig die Gesundheit schwächen und Krankheit begünstigen.

Das Brokkoli-Experiment

Bei einem Experiment aus dem Jahr 2003 untersuchten Forscher den Gehalt an Flavonoiden in frisch geerntetem Brokkoli. Das Gemüse wurde daraufhin auf vier verschiedene Arten zubereitet: Der Brokkoli wurde normal gekocht, die zweite Portion im Dampfkochtopf zubereitet, die dritte schonend gedünstet und die vierte Portion im Mikrowellenherd essfertig erhitzt. Anschließend wurde der Flavonoid-Gehalt des Brokkolis und der Kochflüssigkeit erneut gemessen.

Es zeigte sich, dass die Art der Zubereitung starken Einfluss auf den Gehalt der Antioxidantien hat. So betrug der Verlust der Flavonoide durch normales Kochen 66 Prozent und durch das Zubereiten im Dampfkochtopf 47 Prozent. Das schonende Dünsten hingegen waren nur minimale Verluste messbar. In der Mikrowelle hingegen verschwanden 97 Prozent, der im rohen Brokkoli ursprünglich vorhandenen Flavonoide – und 74 bis 87 Prozent der anderen untersuchten antioxidativ wirksamen Substanzen.
(Quelle: Vallejo et al., 2003)

Das Fazit: Verzichten Sie auf Mikrowellenessen. Kochen Sie frisch.

Ernähren Sie sich mit Mikrowellen-Gerichten, dann kann dies auf Dauer zu einer chronischen Übersäuerung des Körpers, zu Irritationen der Darmflora und folglich zu einem  geschwächten Immunsystem führen. Diese drei Aspekte können in Kombination mit dem erwähnten Mangel an Antioxidantien zu gesundheitlichen Belastungen führen. Machen Sie daher einen Bogen um Fertig- oder Mikrowellengerichte und kochen Sie frisch. Selbst geputzt, geschält und geschnitten – und Sie wissen, was Sie essen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.