Nordic Walking

Nordic Walking – mit Stöcken die Welt erobern

Das Gehen am Stock war früher Zeichen für Gebrechlichkeit und Krankheit. Seit Nordic Walking hat sich dieses negative Image vollkommen gedreht. Wer heute an Stöcken geht, tut dies, weil er es will und weil er damit etwas für seine Gesundheit tut. Immer ausgefeiltere Techniken und Trainingsmethoden sorgen dafür, dass Nordic Walking zu einer der  beliebtesten Volkssportarten avancierte.

Nordic Walking ist seit der Jahrtausendwende in Mitteleuropa zu einer Breitensportart herangewachsen. Obwohl „Nordic Walking” in Finnland bereits seit gut 60 Jahren als Sommer-Trainingsmethode für die nordischen Sportarten wie Skilanglauf, Biathlon und die nordischen Kombinierer erfolgreich eingesetzt wird, wurden die Stöcke von den Freizeitsportlern erst in den 90er Jahren als Sportgerät richtig wahrgenommen.

Quantensprung dank Kohlefaser
Der Grund hierfür lag vor allem an den neu verwendeten Materialien für die Stöcke. Ein finnischer Sportausrüster brachte mit den Carbon-Stöcken und den neuartigen Schlaufensystem ein Sportgerät auf den Markt, das die Nachteile der bisherigen Stöcke vergessen machte. Das neuartige Material dämpfte die Stockbewegung und die flexiblen  Schlaufen sorgten für eine unverkrampfte Haltung der Stöcke mit zusätzlichem therapeutischen Effekt für das venöse System. Durch das öffnen und schließen der Handflächen beim gehen mit den Stöcken, wird die sogenannte „Muskel-Venenpumpe” aktiviert, was die Durchblutung bis in die Fingerspitzen fördert. So wirkt sich Nordic Walking nicht nur positiv
auf die Muskulatur aus, sondern es hat noch eine Menge anderer positiver Nebenwirkungen. Die Psyche erfreut sich an der Natur, der Körper kommt in den Genuss frischen Sauerstoffs und der sanfte, rhythmische Bewegungsablauf stärkt das harmonische Zusammenspiel des gesamten Organismus. Nordic Walking erfordert – zumindest zu Beginn – eine äußerst konzentrierte Vorgehensweise. Der Einsatz der Stöcke im richtigen Takt zur Fußarbeit ist gewöhnungsbedürftig und muss unter Umständen etwas geübt werden. Dann ist es schließlich wie beim Fahrrad fahren, wenn man den Bogen einmal raus hat, gehen die Bewegungsabläufe wie im Schlaf.

Fotos: www.nordicwalking-abc.com

Mit zunehmender Sicherheit nimmt auch die Geschwindigkeit beim Nordic Walking zu. Die eigenen Grenzen können dabei ganz einfach ausgelotet werden. Solange Sie noch ruhig und tief ein und ausatmen können (Nase ein, Mund aus) sind Sie noch im grünen Bereich. Obwohl keine große Anstrengung ausgeübt wird, ist die körperliche Belastung beim Nordic Walking um etwa 40 Prozent größer als beim herkömmlichen Gehen. Wer also auf effektive Weise Gewicht reduzieren möchte, kann dies mit Nordic Walking auf nahezu spielerische Art und Weise tun. So wundert es nicht, dass Sportmediziner und Physiologen immer mehr Menschen zum Nordic Walking raten, da es schließlich dem gesamten Organismus zugute kommt. Vor allem das Herz-Kreislaufsystem profitiert von den rhythmischen Bewegungen und die vermehrte Sauerstoffzufuhr sorgt für eine bessere Durchblutung und Versorgung des
gesamten Organismus. Kurz gesagt: Nordic Walking ist nicht nur eine „In-Sportart” sondern sie fördert Gesundheit – und das fast zum Nulltarif!

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