Nachhaltig essen, Inhalt nicht nur ernähren!

Nachhaltig essen, nicht nur ernähren!

Ernährung und Gesundheit sind eng miteinander verbunden, denn Essen und Trinken ist für uns Menschen lebensnotwendig. Aber – es ist weit mehr, als das schlichte Aufnehmen von Nahrung; es ist ein gesellschaftliches und kulturelles Befriedigen von Bedürfnissen.

Im Säuglingsalter verbinden wir die Nahrungsaufnahme mit Wärme, Geborgenheit und Liebe. Als Kind erfahren wir, dass es Tischmanieren gibt und dass man mit vollem Mund nicht sprechen soll. Für Erwachsene gewinnt die Ernährung dann gesellschaftlich weiter an Bedeutung, denn Essen bietet die gute Gelegenheit um soziale Kontakte zu pflegen – um sich zu treffen, sich gegenseitig einzuladen und um miteinander zu feiern. In der Familie wird häufig das Tagesgeschehen von den gemeinsamen Mahlzeiten bestimmt. Man setzt sich zusammen und isst, tauscht dabei Erlebtes und Neues aus und plant den weiteren Tag der Familie. Auch die Religion spielt dabei eine Rolle: Manche katholische Christen essen freitags kein Fleisch, Moslems verzichten auf Schweinefleisch und Hindus auf Rindfleisch.

Nachhaltig essen, Inhalt nicht nur ernähren!Die Esskulturen in Europa sind sehr verschieden. Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der Sauerkraut-Esser und Biertrinker. Für die Franzosen sind Küche und Kultur das Sinnbild ihrer Identität. Außerhalb dieser Kultur gibt es nur noch die Familie, die für sie besonders wichtig ist. Ähnlich ist es bei den Italienern: In Italien bedeutet Essen immer auch echte Leidenschaft in Kombination mit kulinarischen Gaumenfreuden. Die Amerikaner hingegen haben sich dem Fast-Food und Leistungsdruck gebeugt, was zu einem total veränderten Ess- und Trinkverhalten geführt hat. Ein gemeinsames Essen an einem Tisch sitzend ist eher selten, da gibt es heute den „Coffee to go“ oder den Burger zum Mitnehmen. Das mag bequem und schnell sein, gesund ist es aber sicher nicht.

Was ist gesunde Ernährung?

Wir leben in einer hektischen, schnellen Zeit. Alles sollte sofort, so schnell wie möglich oder gar zeitgleich geschehen. Dies geht soweit, dass auch das Essen zunehmend als Last oder als Zeiträuber gesehen wird. Das heißt Nahrung muss einfach und schnell zu beschaffen sein, das Zubereiten und das Essen sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich wäre es ganz einfach, sich gesund zu ernähren. Natürliche Lebewesen benötigen natürliche Lebensmittel damit sie gesund bleiben, sich wohlfühlen und leistungsfähig sind. Alles was für uns und unseren Körper unnatürlich ist, ist fremd. Fremd ist etwas, was der Körper nicht kennt, nicht direkt oder gar nicht verwerten kann. Daher versucht er alles was ihm fremd ist, sofort wieder loszuwerden, zu neutralisieren oder zu bekämpfen. Vorausgesetzt das Entgiftungsund Immunsystem funktioniert optimal.

Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Natürlichkeit und Unnatürlichkeit bei Lebensmitteln? Lebensmittel sind natürlich, wenn sie nahe am natürlichen Ursprung sind und  somit frisch sind. Sie sind so wenig wie möglich oder gar nicht verändert und verarbeitet. Die Natürlichkeit drückt sich in einem Lebensmittel auch dadurch aus, dass das  Lebensmittel noch Leben in sich trägt und noch nicht am Oxidieren oder Zerfallen ist. Vergleichen wir die beschriebene Natürlichkeit mit den heutigen Tatsachen in den Regalen, so stellen wir fest, dass wir in den Supermärkten immer mehr Waren finden, die weit weg vom eigentlichen Ursprung sind. Die „Frische“ wird in der Regel mittels Konservierungsmittel
erreicht.

Eine Vielzahl der heute angebotenen Nahrungsmittel haben mit ihrem eigentlichen Ursprung nicht mehr viel gemein. Sie wurden durch Produktions und Herstellungsprozesse verändert und mit Zusätzen versehen. So finden wir heute farbige, bunte, immer gleichbleibend schöne und formgetreue Nahrungsmittel in den  unterschiedlichsten Variationen und Geschmacksrichtungen in den Regalen der Supermärkte. Zu den vielen Variationen gesellen sich noch Zusätze wie Zucker, Geschmacks- und Farbstoffe, ja aber auch  Konservierungsstoffe und jede Menge von weiteren Inhaltsstoffen, die wir vom Namen auf der Zutatenliste noch nicht gehört haben. Oftmals gibt es keinen Namen, sondern nur eine formelhafte Buchstaben-Zahlenkombination.

Körperliche Beschwerden durch falsche Ernährung

Heute wird beobachtet, dass sich Themen wie Gewichtszunahme, unspezifisches Unwohlsein, körperliche Beschwerden und die „Alltagsprobleme“, wie Leistungsabnahme,  Müdigkeit, depressive Verstimmungen bis hin zu Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen häufen und sich schleichend in der Wohlstands-Bevölkerung ausbreiten und direkt bzw. indirekt auf die Ernährung zurückzuführen sind. Bei chronischen Krankheiten wie Arthritis, Bluthochdruck, Migräne oder Diabetes spielt Ernährung eine essentielle Rolle.

Die Verschiebung von natürlichen Lebensmitteln hin zu industrialisierten und hoch verarbeiteten Nahrungsmitteln findet Einzug in viele Haushalte und wirkt sich auf die menschliche Gesundheit aus. „Man erntet, was man sät“ heißt es. Essen wir künstlich veränderte Lebensmittel, dann wird dies Einfluss auf unsere Prozesse im Körper haben. Der weit verbreitete schlechte Gesundheitszustand der Menschen zeigt, dass die übliche Ernährung nicht ideal ist und dass vollständige Gesundheit ohne eine gesunde Ernährung so gut wie unmöglich ist. Gesunde Ernährung ist die optimale Ernährungsweise. Eine Ernährungsweise, die dem Organismus das gibt, was er braucht. Eine Ernährungsweise, mit der man – wenn man krank ist – gesund wird und – wenn man gesund ist – dauerhaft gesund bleibt.

„Viele Menschen glauben, dass wenn Sie industriell hergestellte bzw. verarbeitete Vitamine in Form von Tabletten oder Konzentraten zu sich nehmen, die gleichen Effekte erzielen wie wenn sie diese in natürliche Form, z.B. aus der Frucht heraus aufnehmen. Das ist schlichtweg falsch. Der menschliche Organismus kann artfremde oder künstlich hergestellte Vitamine z.B. Vitamin C als reine Ascorbinsäure i.d.R. nur teilweise oder gar nicht biologisch fördernd für sich verwerten. Das Vitamin C z.B. direkt aus der frischen Zitrone in seiner gesamtheitlich-förderlichen Wirkung für den menschlichen Organismus, ersetzt keine Tablette dieser Welt.”

Nils Tschorn, Heilpraktiker und Ganzheitstherapeut

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