Calcium-Sulfuricum

Der Mittler zwischen Innen & Außen: Calcium sulfuricum

Der Körper benötigt Calcium sulfuricum als Verbindungsstoff. Die Moleküle sorgen für die Durchlässigkeit des Gewebes, stärken Galle und Leber und helfen bei deren Regeneration. Angewendet wird das Schüßler Salz Nr. 12 vor allem, um entzündliche Prozesse zu lindern, etwa bei Angina, Nebenhöhlenvereiterungen, Gelenkschmerzen oder Bronchitis.

Auch das ist Gips. Hier sehen wir Calcium sulfuricum als wunderbar kubisch geformten Kristall.

Auch das ist Gips. Hier sehen wir Calcium sulfuricum als wunderbar kubisch geformten Kristall.

Der Zusammenhang zwischen den charakterlichen Strukturen und Calcium sulfuricum ist dem Patienten förmlich ins Gesicht geschrieben: Sein Teint ist alabasterfarben – die Haut, weiß wie die Wand. Sein Motto lautet: »Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich!«. Eine höchst bedenkliche Einstellung, die üblicherweise in die Isolation führt. Der Mensch kapselt sich ab und wird im wahrsten Sinn des Wortes zu seiner eigenen »Eiterbeule«, die sich überall im Körper bilden kann. Traumatische Erlebnisse in tragischen Zweierbeziehungen führen häufig zu dieser »Entweder-Oder«- Einstellung. Der Patient beginnt in Gegensätzen zu denken, strukturiert in Schwarz- Weiß-Kategorien und legt eine »Alles oder nichts« -oder »Ich bin kein Mensch für halbe Sachen« -Haltung an den Tag.

Das Gefängnis der Schubladen

Der Andere wird vorschnell in eine der beiden Kategorien eingestuft, es gibt nichts Abwartendes, nur unmittelbare Zuneigung oder strikte Ablehnung. Diese Schubladen werden zu einer Falle, einem fatalen Gefängnis.

Ursache der Isolation ist übertriebene Angst um sich selbst. In dieser Schockstarre wird es unmöglich, eine echte Liebesbeziehung aufzubauen. Die einzige Verbindung, zu der man fähig ist, besteht in der Fürsorge für jemanden. So kann dies beispielsweise eine Mutter-Sohn-Beziehung sein, die bis ins hohe Alter reicht und in der die Mutter den Sohn nicht loslassen kann, oder ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen ungleichen Persönlichkeiten, die Varianten sind vielfältig. Eine gesunde Verbindung auf Augenhöhe ist freilich nicht dabei.

Allgemeine Gemütslage

Solche Beziehungen basieren letztlich auf Egoismus, denn man verzichtet auf ein Eigenleben und lebt stattdessen seine »Besorgtheit« um den Anderen aus. Aber was wäre man ohne diesen Menschen, um den man sich mit all seiner Kraft kümmert? Auf dessen Füßen man förmlich steht? Der erlittene Beziehungsschock mit Verlusttrauma sitzt tief. »Nie mehr wieder« will man sich auf eine neue Liebe, auf das wahre Leben mit eigenen Erfahrungen und den befürchteten Risiken einlassen. Eine Öffnung zum Leben findet erst statt, wenn die Angst um und vor dem Anderen aus irgendwelchen Gründen schwindet.

Calcium als Brückenbauer

Wie das Mineral im Bindegewebe Verkapselungen auflöst, so bringt es auch in der Seele den Mut zum eigenen Erleben wieder in Fluss. Calcium sulfuricum ist der Stoff, der im Körper wie in der Seele diese Brücken baut. Calcium vermittelt zwischen dem Innen und Außen, zwischen dem Leben in der Welt und dem seelischen Leben des höherenIchs. Der Bindestoff sorgt dafür, dass
wir unser übergeordnetes Seelenziel nicht aus den Augen verlieren. Er ist der Gips, mit dem sich Gegensätzliches verbindet. So findet man zurück aus der Welt des Konkreten in die Welt der wahren Aufgaben. Die verhärteten Strukturen im Denken lösen sich allmählich auf. Alle Scheingefechte werden als solche entlarvt und mit der Zeit entsteht eine neue Klarheit. Überkommene Verhaltensmuster lassen sich lockern, der Mut, Neues auf sich zukommen zu lassen und der Wille, in gesunde Distanz zum Vorgeschobenen zu treten, wächst.

Schüßler Salz Nr. 12. Calcium sulfuricum

Andere Bezeichnungen: CaSO4, Calciumsulfat, Gips, Anhydritspat, Calcit
Aussehen: Silbrig-weißes Pulver, wasserfreie Sulfate in Kristallform (in kubisch flächenzentrierten Strukturen)
Verabreichungsform: D6, D12, Tabletten bzw. Globuli, Salben bei Furunkeln und Entzündungen
Vorkommen im Körper: Knorpelmasse, Knochen, Zähne, Muskeln, Leber, Galle, Nerven, Blut, Kalziumstoffwechsel
Haupteinsatzgebiet: bei Gelenkbeschwerden und zur Stärkung der Gelenke. Als Mineral verleiht Calcium den Knochen und Zähnen Stabilität. Die Knochen dienen dem Körper als Speicher für Calcium. In Mangelsituationen wird Calcium aus den Knochen herausgelöst. Calcium ist an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt. Durch das Einströmen von Calciumionen in die Muskelzellen wird die Kontraktion der Muskulatur erst ermöglicht.
Physiognomie: Abgemagerte, kränkliche Gesichtszüge, der Teint ist alabasterweiß – die Haut erscheint kreidebleich
Motto: »Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich!«. Denken in Gegensätzen. »Alles oder nichts« -oder »Ich bin kein Mensch für halbe Sachen« -Haltung.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.