Sportliche Aktivitäten sind gesundheitsfördernd und hemmen den Alterungsprozess der Zellen. Entscheidend dafür ist eine regelmäßige und moderate körperliche Betätigung. Höchstleistungen sind eher kontraproduktiv.

Hält Sport wirklich jung?

Für viele ist Sport die Quelle des Lebens. In der Tat sorgen regelmäßige sportliche Aktivitäten nicht nur für den Erhalt der Gesundheit, sondern sie stoppen darüber hinaus den Alterungsprozess der Zellen. Aber bitte nicht übertreiben!

Sportliche Aktivitäten sind gesundheitsfördernd und hemmen den Alterungsprozess der Zellen. Entscheidend dafür ist eine regelmäßige und moderate körperliche Betätigung. Höchstleistungen sind eher kontraproduktiv.

Sportliche Aktivitäten sind gesundheitsfördernd und hemmen den Alterungsprozess der Zellen. Entscheidend
dafür ist eine regelmäßige und moderate körperliche Betätigung. Höchstleistungen sind eher kontraproduktiv.

Gesundheit und ein jugendliches vitales Erscheinungsbild sind erstrebenswerte Eigenschaften für die wir bereit sind, viel Geld und Zeit zu investieren. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, sich sein persönliches Anti-Aging-Programm selbst zusamen zu stellen! Sportliche Aktivitäten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Immer wieder hören, lesen oder sehen wir, wie wichtig regelmäßige sportliche Aktivitäten für den Erhalt unserer Gesundheit sind, und dass sie gar dem Alterungsprozess der Zellen entgegenwirken können. Sind sportliche Aktivitäten also ein Jungbrunnen? Könnte man sagen, sofern sie nicht übertrieben und wohl dosiert angewendet werden. Wie genau dieser Einfluss auf das Altern jedoch aussieht, ist noch weitgehend ungeklärt, deshalb gab es bisher nicht so viele Informationen zu diesem Thema.

Nun sind Wissenschaftler der Uniklinik im Saarland in der Ursachenforschung anscheinend einen Schritt weiter gekommen. Sie sind der Meinung, dass vor allem regelmäßiges Ausdauertraining ein wesentlicher Faktor sein könnte, den Alterungsprozess der Zellen zu verlangsamen.

Im Rahmen einer Studie mit mehr als 100 Leistungssportlern und einer ebenso großen Anzahl an Nichtsportlern stellten sie fest, dass das Erbgut von Körperzellen durch körperliche Betätigung geschützt werden kann. Insbesondere die Endstücke der Chromosomen, in denen das Erbgut verwaltet wird, werden bei den Sportlern besser behütet als bei der Kontrollgruppe. Denn natürlicherweise unterliegen diese Chromosomen-Enden dem Einfluss der Zellteilung, bis sie irgendwann nicht mehr lebensfähig sind. Ein entsprechender Alterungsprozess der Zellen endet somit im Zelltod.

Nach Aussagen der Wissenschaftler kann nun ein ausgewogenes, langjähriges sportliches Training dazu beitragen, dass die Chromosomen-Enden nicht so schnell abgebaut werden und der Alterungsprozess der Zellen auf diese Weise verlangsamt werden kann.

Sicherlich sind noch viele weitere Untersuchungen notwendig, um genauere Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Sport und Alterung zu erhalten. Eines kann nach Auswertung der Studie in jedem Fall als gesichert betrachtet werden. Regelmäßige körperliche Betätigung ist ein Garant für Fitness und für eine gute Lebensqualität bis ins hohe Alter.

Dr. med. Andreas Falarzik ist Facharzt für Orthopädie. Behandlungsschwerpunkte in seiner memon zertifizierten Praxis sind Chirotherapie, Sportmedizin und Akupunktur.

Dr. med. Andreas Falarzik ist Facharzt für Orthopädie.
Behandlungsschwerpunkte in seiner memon
zertifizierten Praxis sind Chirotherapie, Sportmedizin
und Akupunktur.

Aber aufgepasst! Diese Rechnung geht nur auf, wenn der Sport nicht übertrieben wird. Extremsportler, die ihren Körper ständig in Stresssituationen versetzen, erreichen genau das Gegenteil. Und dieses trifft nicht nur für Leistungssportler zu. Es gibt genügend Hobbysportler, die ihrem Körper viel zu viel zumuten: Zu lange oder zu intensive Trainingseinheiten sind genauso schädlich für die Gesundheit wie zu kurze Ruhepausen. Diese Faktoren treiben den Puls unnötig in die Höhe und können zur Überbelastung des Herzens führen. Auch der Stoffwechsel ist auf Höchstleistung eingestellt, was sich negativ auswirkt.

Wer also Sport treiben möchte, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun und dadurch die Lebenserwartung zu erhöhen, der sollte dies ausdauernd tun, ohne es zu übertreiben.

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