Dr. Nei -Cherry

Der große Bluff mit den Grenzwerten

»Würde jemand die Höhe radioaktiver Strahlung mit dem Thermometer statt mit dem Geigerzähler messen und aufgrund dieser thermischen Messung die Radioaktivität als ungefährlich einstufen, würde man ihn für verrückt erklären.«

Dr. med. Joachim Mutter

Der Umweltphysiker Dr. Neil Cherry † (1946-2003) rang die ICNIRP und die WHO vor Gericht nieder

Der Umweltphysiker Dr. Neil Cherry † (1946-2003) rang die ICNIRP und die WHO vor Gericht nieder

Das Leben steckt voller Gefahren

Wo immer technische Errungenschaften im Spiel sind, besteht die Möglichkeit, dass manche Aktivitäten übertrieben werden und die Allgemeinheit vor gesundheitlichen Schäden geschützt werden muss. Aus diesem Grund werden Grenzwerte festgelegt, deren Einhaltung für jedermann verbindlich ist. Problematisch wird die Sache allerdings, wenn das Gefahrenpotential von z.B. Mobilfunkstrahlen Werte misst und Grenzwerte vorgibt, die das eigentliche Gefahrenpotential gar nicht abbilden. So geht die ICNIRP (International Commision on Non –Ionizing Radiation Protection) davon aus, die Gefährdung des Mobilfunks für den Menschen käme dadurch zustande, dass die Energie hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung im menschlichen Körper in Wärme umgewandelt wird. Wie immer die Werte des Ganzkörper- und Teilkörper SAR auch festgelegt werden, sie befassen sich nur mit einem Teil der tatsächlichen Gefahr. Da hilft es nicht wenn gebetsmühlenartig darauf hingewiesen wird, dass diese Grenzwerte auch strikt eingehalten werden. In Wirklichkeit werden wir Bürger nach wie vor an der Nase herumgeführt, wie es der Leiter der europäischen Reflex-Studie, Prof. Dr. med. Franz Adlkofer auf den Punkt bringt: „Die 1998 erfolgte Festlegung der Grenzwerte durch die ICNIRP beruht auf der Annahme, dass es außer der längst bekannten Wärmewirkung von HF-EMF keine anderen für die Grenzwerte relevanten Wirkungen gibt. Sogenannte athermische Wirkungen unterhalb der festgelegten Grenzwerte sind unberücksichtigt geblieben mit der Begründung, dass ihr Vorkommen nicht bewiesen sei. Schon 1998 war diese Annahme kaum zu rechtfertigen. In der Zwischenzeit haben aber zahlreiche neue Studien gezeigt, dass in isolierten menschlichen und tierischen Zellen biologische Wirkungen auftreten, die für die Entstehung von Krankheiten relevant sind.“ Professor Adlkofer spricht von „einem Anachronismus geltender Grenzwerte“ und führt eine heftige Schlussfolgerung an, die uns alle zu denken geben sollte: „Bei dieser Sachlage wird der Verdacht zur Gewissheit, dass dieses Leugnen athermischer Wirkungen nur der Absicherung geltender Grenzwerte dient und dass der Verrat wissenschaftlicher wie politischer Verantwortung dabei billigend in Kauf genommen wird.“ Eine besondere Sorge des ehemaligen Leiters der Medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin, Franz Adlkofer, gilt den Kindern und Jugendlichen: Erschütternd ist sein Rückschluss, dass die ansteigende Leukämierate bei Kindern durch die verstärkte Absorption im Knochenmark parallel zur Ausbreitung von technologischen Anwendungen elektromagnetischer Felder zu beobachten sei.

Nach dem Motto Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, verfuhr die Regierung von Neuseeland, als sie den renommierten Umweltphysiker Prof. Dr. Neil Cherry beauftragte, die von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte zu überprüfen. Neil Cherry konnte beweisen, wie fahrlässig, ja betrügerisch die ICNIRP Empfehlungen mit dem Stand der Forschung umgehen. Cherrys Kritik an den ICNIRP Richtlinien und ihrer Übernahme durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte ein Nachspiel: Dr. Michael Repacholi, Leiter des EMF-Projekts der WHO (1996-2006) und Chairman der ICNIRP klagten auf die Rücknahme der Vorwürfe. Doch die höchsten Gerichte Australiens und Neuseelands gaben Prof. Cherry Recht. Daher konnte er im Jahre 2000 vor dem EU- Parlament auf die große Gesundheitsgefährdung der Bürger durch Mobilfunk hinweisen. Inzwischen hat das EU-Parlament den geltenden Grenzwerten eine deutliche Absage erteilt. Dennoch gehört Deutschland zu jenen Ländern, die an der Wärmetheorie und den daraus abgeleiteten Grenzwerten weiterhin festhalten.

Die Kompetenzinitiative, ein mit hochkarätigen Wissenschaftlern, Ärzten und Universitätsprofessoren besetzter „Verein zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie“, schreibt dazu u.a.: „Unzureichende Fachkompetenz, egoistische Motive, vor allem aber die Unterordnung von Gesundheit und Umwelt unter wirtschaftliche Interessen sind die wichtigsten Gründe einer fatalen Fehlentwicklung! Industrie-und staatsgefällige „Experten“, die Regierungen beraten und die Öffentlichkeit „aufklären“, zeigen das alles oft in einem innigen Verbund. Ein realistischer Gesundheits- und Umweltschutz, ist auf dieser Grundlage nicht zu erwarten.“

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