Mobilfunkmast in der Wohnblocknähe

Sendeanlagen für den Mobilfunk – immer mehr Proteste

Immer mehr Gemeinden und Städte protestieren gegen die Installation von Sendeanlagen für den Mobilfunk

Mobilfunkmast in direkter Wohnhausnähe

Mobilfunk mit WLAN, Handys, Tablets, Computern und Laptops wird immer flächendeckender eingesetzt und benutzt. Die Zahl der vernetzten Deutschen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Daher wollen Politiker und vor allem Konzerne der Mobilfunkindustrie verstärkt Sendeanlagen bzw. Sendemasten für den Kommunikationsfunk einrichten. Aber in immer mehr Gemeinden und Städten regt sich Protest dagegen: aus Gründen der Gesundheit oder des Anblicks. Dieser Artikel stellt eines der prominentesten Beispiele vor.

Kirchberg: Die Telekom will Sendeanlagen für den Mobilfunk errichten

Als bekannt wurde, dass in Kirchberg (in Baden-Württemberg) Sendemasten für dem Kommunikationsfunk neu installiert werden sollen, erhob sich unter gut informierten Bürgerinnen und Bürgern Widerstand. Die Pläne gingen von der Telekom aus, also einem der größeren Mobilfunkkonzerne, dem natürlich am weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes gelegen ist. Möglicherweise hatten die Betreiber die Bevölkerung unterschätzt. Denn es fanden sich Menschen, die sich gegen die Sendenanlagen wehren wollten und sich nun in der Bürgerinitiative (BI) Mobilfunk Kirchberg engagieren. Die Mitstreiter verstehen sich als gemäßigte Kritiker des Mobilfunks. Sie wollen fachlich begründete Informationen zum Thema bereitstellen. Folgendes stellt die Bürgerinitiative dabei fest:

  • Der Elektrosmog durch die elektromagnetischen Felder von WLAN, Smartphones, Handys u.v.m. nimmt immer mehr zu.
  • Besonders Kinder und Jugendliche sollen vor diesem Elektrosmog geschützt werden. Verstärkt liegt daher das Augenmerk auf Wohngebiete.
  • Der flächendeckenden Ausbreitung des Mobilfunknetzes darf die Gesundheit nicht geopfert werden. Gerade die Bereitstellung von Kommunikationsfunk z. B. in betonierten Kellern und anderen Orten, die nur schwer mit einem Netz zu versorgen sind, kann nicht immer Priorität haben, wenn gesundheitliche Langzeitrisiken zu befürchten sind.

Zur Geschichte der Bürgerinitiative Mobilfunk Kirchberg

Die Bürgerinitiative ist nicht neu, sondern kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken: Schon um das Jahr 2010 wollte der Mobilfunkanbieter O2 eine zweite Sendeanlage neben einer bereits voll besetzten anbringen. Diese Sendeanlage hätte nur 100 Meter von Häusern und Wohnungen gestanden. Die Bürgerinitiative sammelte 400 Unterschriften gegen die Installation. O2 zog den Kürzeren: Der Mobilfunksendemast wurde nicht gebaut.

Die Argumente der Bürgerinitiative

Die Telekom will nun zwei Sendeanlagen errichten mit Masten, die eine Höhe von 30 Metern haben. Die Bürgerinitiative hingegen betont, die bisherige Versorgung des Mobilfunknetzes sei genug. Ihr Hauptkritikpunkt besteht darin, dass die Haushalte bereits jetzt das schnelle Internet über die Kabelversorgung bekommen. Lediglich die Smartphones bräuchten für den mobilen Datenaustausch per Internet die neue Technik LTE (Long Term Evolution), der die neue Installation dienen soll.

Die Position der Telekom

Die Telekom wiederum bringt ein Argument vor, dass man vonseiten der Mobilfunkindustrie oft hört: Der Nutzer des Mobilfunks selbst sei der Schöpfer des Internetnetzes. Die Telekom zieht sich also auf die Position zurück, lediglich den wachsenden Bedarf der Bevölkerung bzw. der Kunden zu stillen. Die Zahl derer, die auch mobil im Internet surfen, ist im Aufwärtstrend. Außerdem beruft sich die Telekom darauf, in Bezug auf die gesetzlichen Grenzwerte lediglich 10 Prozent auszunutzen. Ferner stellt sie fest, dass der mobile Kommunikationsfunk täglich Leben rettet. Man sollte einwenden, dass das zwar grundsätzlich richtig ist, aber nicht über die Gesundheitsgefahren durch den Elektrosmog des Mobilfunks hinweg täuschen kann. Daher sollte man sich vor Elektrosmog schützen.

Wie steht die Politik zu diesem Fall?

Der Bürgermeister von Kirchberg ist Frank Hornek. Er sieht sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, der Vermittler in der Diskussion zu sein. Nachdem die Telekom sich mit ihren Plänen an die Kommune gewandt hatte, war er es selbst, der die Bürgerinitiative über den geplanten Bau der Sendeanlagen unterrichtet hat. Horner merkt an, er sei von der Telekom nur über einen der geplanten Standorte informiert worden, nicht über die beiden anderen. Für diese hat die Gemeinde nicht die passenden weit von Wohngebieten gelegenen Grundstücke, die sie zur Verfügung stellen könnte. Daher werden in diesem Fall vermutlich Privatpersonen angefragt, was wiederum die Gefahr mit sich bringt, dass dann die Masten dann zu nahe an Wohnungen liegen. Dies möchte nicht nur die Bürgerinitiative vermeiden, sondern auch der Bürgermeister. Der geplante Mast, über den man Hornek vonseiten der Telekom informiert hat, konnte durch Horneks Wirken um 200 Meter weiter von Wohnungen entfernt werden. Hornek gibt zu, dass er eine Zwickmühle sieht. Einerseits kann man die Kritik an den Gesundheitsgefahren durch den Elektrosmog verstehen, andererseits haben aber auch die Nutzerinnen und Nutzer von 80 Millionen Handys deutschlandweit ein starkes Gewicht. Wer will heute schon darauf verzichten, mobil zu kommunizieren?

Es bleibt festzuhalten, dass ein ausreichender Schutz vor elektromagnetischer Strahlung notwendig ist.

Daher sind memon-Produkte unbedingt zu empfehlen.

Diese helfen z.B. bei:

  • Elektrosmog
  • Bluetooth
  • WLAN
  • Handystrahlung
  • GPS
  • Feinstaub
  • DECT-Telefonie
  • LTE (Long Term Evolution)
  • Versorgungsleitungen
  • Strahlung aus anderen Quellen des Kommunikationsfunks, z. B. Polizeifunk, Radar, Funksendeanlagen, Funk zur Fernsteuerung von Maschinen, Funk für Fernzugriff und Monitoring, Notebooks, Computer, Antennen, Fernseher, Radios, Freisprechanlage
  • Strahlung von elektrischen Geräten, z. B. Radiowecker, Waschmaschinen, Mikrowellen, Elektroherde, Elektroheizungen, Elektromotoren, elektrische Anlagen für den Personenverkehr, Trafos, technische Einrichtungen zur Warensicherung / gegen Ladendiebstahl, Verteilkästen, Sicherungskästen, Steckdosen, Verlängerungskabel, Stromleitungen, Föhn, Boiler, Mixer, Staubsauger, Bohrmaschine
  • u.v.m.

 

 

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