Wiese mit Stromleitungen

Wie entstehen elektromagnetische Felder & Elektrosmog?

Elektrische und magnetische Felder

Elektrische und magnetische Felder

Ob zuhause, bei der Arbeit, im Zug oder im Auto: Immer wenn Elektrizität fließt, entstehen elektrische und magnetische Felder. Dies lässt sich nicht vermeiden. Wir sind diesem Elektrosmog ausgesetzt, wenn wir uns z. B. bei Transformatoren oder Hochspannungsleitungen aufhalten. Wir benutzen elektrisch betriebene Anlagen und elektrisch betriebene Geräte. Grundsätzlich gilt: Alle stromverbrauchenden Geräte erzeugen elektromagnetische Strahlung. Aber was genau ist der Unterschied zwischen elektrischen und magnetischen Feldern?

Elektrische Felder

Elektrische Felder entstehen immer dann, wenn eine Stromleitung oder ein stormverbrauchendes Gerät unter Spannung steht. Dafür genügt es bereits, ein elektrisches Gerät mit dem Stromkabel über die Steckdose zu verbinden.

Magnetische Felder

Wenn ein solches Gerät dann auch noch in Betrieb genommen wird und seiner eigentlichen Funktion nachkommt (wie z. B. der Wiedergabe von Medien, der Erzeugung von Wärme etc.), dann entsteht zusätzlich zum elektrischen Feld auch noch ein magnetisches Feld. Im deutschen Stromnetz wird Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz (Hertz) bereitgestellt. Folgerichtig sind die elektrischen und magnetischen Felder, mit denen wir es zu tun haben, 50-Hertz-Wechselfelder.

Der physikalische Unterschied zwischen elektrischen und magnetischen Feldern

Der physikalische Unterschied zwischen elektrischen und magnetischen Feldern lässt sich am besten wie folgt fassen:

  • Ein elektrisches Feld gibt es um elektrisch geladene Körper. Ein magnetisches um Permanentmagneten und stromdurchflossene Leiter und Spulen.
  • Ein elektrisches Feld hat Feldlinien, die vom Pluspol zum Minuspol verlaufen. Im magnetischen Feld verlaufen die Feldlinien von Nord nach Süd.
  • Das heißt: Ein elektrisches Feld hat Feldlinien, die an Ladungen enden. Das magnetische hat Feldlinien, die geschlossen sind.

Gemeinsam ist sowohl den elektrischen als auch den magnetischen Feldern, dass sie mit zunehmender Distanz vom Ursprung des Feldes schnell abnehmen und schwächer werden. Allerdings kann man sich gegen die beiden Typen unterschiedlich gut schützen: Elektrische Felder lassen sich recht gut abschirmen, magnetische Felder hingegen können fast alle Materialien durchdringen. Lediglich bestimmte Metalllackierungen oder Bleche aus Aluminium vermögen es, magnetische Felder teilweise zu schwächen.

Magnetische Felder von Freileitungen

Die räumliche Ausdehnung der magnetischen Felder von Freileitungen hängt von zwei Faktoren ab: der Stromstärke und den Abständen zwischen den stromführenden Leiterseilen. Grundsätzlich gilt: je höher die Stromstärke und je größer der o. g. Abstand, desto größer die Ausdehnung de Feldes. In der Mitte zwischen zwei Masten hängen die Leiterseile am tiefsten. Dort ist die Belastung in der Nähe des Bodens am größten.

Wo wird im Haushalt Elektrosmog verursacht?

Natürlich kann Elektrosmog von draußen in die Wohnung eindringen, z. B. durch Hochspannungsleitungen oder Anlagen der Eisenbahn, die in der Nähe aufgestellt sind. Auch Anlagen des modernen Kommunikationsfunks (Mobilfunk) können ursächlich sein. Der Elektrosmog, der in der Wohnung selbst erzeugt wird, ist jedoch meist noch intensiver. Die folgenden Emissionstypen sind möglich:

  • Niederfrequente elektrische und magnetische Felder:

Diese entstehen durch bloße Installation von Elektrizität im Haus, also Verteilkästen, Sicherungskästen, Steckdosen, Verlängerungskabel, Stromleitungen. Auch Lampen und andere elektrische Geräte geben niederfrequente elektromagnetische Strahlung ab.

  • Hochfrequente elektromagnetische Strahlung:

Als hochfrequent bezeichnet man einen Bereich des elektromagnetischen Spektrums, der Frequenzen von 30 kHz (Kilohertz) bis 300 GHz (Gigahertz) umfasst. Schnurlose Telefone und Netzwerke für drahtloses Internet (WLAN) erzeugen hochfrequente elektromagnetische Strahlung.

Starke magnetische Felder entstehen vor allem bei folgenden Geräten:

  • Elektrogeräte mit Transformator oder Magnetspulen (Fernseher, Radiowecker etc.)
  • Elektrogeräte, die der Erzeugung von Wärme dienen (Föhn, Herd, Boiler, Elektroheizung, Bügeleisen)
  • Elektrogeräte mit elektrischem Motor (Mixer, Staubsauger, Bohrmaschine).

Problematisch sind auch Geräte, die nicht nur kurzfristig eingesetzt werden, sondern dauerhaft. Dies ist z. B. bei Radioweckern der Fall, aber auch bei eingeschaltetem WLAN, DECT-Telefon oder Handy in Betrieb. Die Stand-by-Funktion vieler Geräte bedeutet ebenfalls oft eine überflüssige Strahlenbelastung.

Quelle:
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, Schweiz): Elektrosmog in der Umwelt; Bern 2005; abrufbar unter: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00686/index.html?lang=de

http://www.ccbuchner.de/musterseiten/detail/m6751_4.pdf

 

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