Der Smartphone Boom

Ein enormes Geschäft mit Gesundheitsfolgen

Tagung zu „Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks“ in Würzburg

Der Smartphone Boom

Der Smartphone Boom

Mobile Kommunikation und Datenübertragung sind der Wachstumsmarkt der Zukunft. Waren 2010 nur 13 Prozent der Deutschen mobil im Internet, so stieg dieser Wert 2013 laut einer Onlinestudie von ARD und ZDF auf 41 Prozent. In neun von zehn Privathaushalten wird mit dem Handy telefoniert, so das Statistische Bundesamt. Und das Datenaufkommen in den Mobilfunknetzen wird weiter rasant steigen. Laut dem aktuellen „Cisco Visual Networking Index: Global Mobile Data Traffic Forecast Update, 2013–2018“ ist der weltweite mobile Datenverkehr im vergangenen Jahr gegenüber 2012 um 81 Prozent gewachsen und wird bis 2018 um das elffache steigen. Bis 2018 werde es weltweit 4,9 Milliarden mobile Nutzer geben, 2013 waren es 4,1 Milliarden. Und der deutsche Hightech-Verband BITKOM geht davon aus, dass dieses Jahr die Nachfrage nach mobilen Datendiensten ein Umsatzplus von 5,5 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro erreicht wird. Global betrachtet, wird der Umsatz mit Big Data laut BITKOM um 66 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro steigen. Die Branchenexperten erwarten, dass er sich innerhalb von fünf Jahren von 23,6 Milliarden Euro (2011) auf 160,6 Milliarden Euro (2016) nahezu verachtfachen wird.

Diese Zahlen verdeutlichen, warum Kritiker, die vor den Risiken der Mobilfunks seit Jahren warnen, ignoriert werden. Bei einer Tagung in Würzburg fanden sie jetzt allerdings Gehör. Über 200 Teilnehmer wollten sich über die „Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks“ auf der Festung Marienberg informieren.
Bereits bei der Tagungseröffnung stellt Veranstalter Karl Richter, Vorsitzender der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie aus St. Ingbert, klar: „Der Zeitfaktor wird in den geltenden Grenzwerten nicht berücksichtigt.“ Darum fordert er von der Politik: „Die Langzeitrisiken stellen den Strahlenschutz vor neue Aufgaben.“ Während angelsächsische Wissenschaftler zu schnellen Vorsorgemaßnahmen vor Mobilfunk keine Alternative sehen, habe hierzulande die Strahlenschutzkommission im Jahr 2011 die Einstellung der Forschung gefordert. Grund: Es sei nicht nachgewiesen, dass Mobilfunkstrahlung Krebs auslöse beziehungsweise es das Phänomen Elektrosensibilität überhaupt gebe… weiterlesen >>

Quelle:
(Ralph Schweinfurth)
BSZ – Bayerische Staatszeitung

 

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