Energiesparlampe

Energiesparlampen – zu blau und zu „schmutzig”

Auf der einen Seite der Bilanz stünde eine beachtliche Menge CO2-Ausstoß, der durch die Verwendung von Energiesparlampen vermieden werden könnte. Für viele Grund genug, die gute alte Glühbirne ganz zu verbieten um dem drohenden Klimawandel zu begegnen. Doch vermehrt werden Stimmen laut, dass die Energiesparlampen unsere Gesundheit attackieren. Erst brachte der hohe Elektrosmog die Energiesparlampe in Verruf – und nun scheint auch der unnatürliche Blauanteil unser Augenlicht, das Immunsystem und sogar unsere Befindlichkeit zu beeinträchtigen.

Sparen – so lange die Gesundheit hält?

Sparen – so lange die Gesundheit hält?

Es liegt in der Natur der Sache: Jede Energiesparlampe benötigt einen Stromwandler und einen Pulser. Damit wird der Strom aus der Steckdose, der 50-mal in der Sekunde schwingt, in hochfrequente 40 000 Hertz-Strahlung transformiert und zusätzlich mit 100 Hertz gepulst. Dadurch wird die Frequenz der Handystrahlung ähnlich. So gesehen ist jede  Energiesparlampe zugleich ein kleiner Funksender mit gepulster elektromagnetischer Strahlung. Baubiologe Dr. Peter Kurz von der österreichischen Organisation „die Umweltberatung „ fordert deshalb eine differenziertere Diskussion. „Es sollte nicht nur auf die Energiebilanz, sondern auch auf gesundheitliche Aspekte stärker geachtet werden.

Billiganbieter

Ein weiterer Aspekt: Je billiger und kostengünstiger Sparlampen produziert werden, desto schlimmer wird der Elektrosmog. Eine spezielle Beschichtung des Glaskolbens und hochwertige elektronische Komponenten könnten helfen, bleiben im Preiskampf aber auf der Strecke. So behauptet der Heidelberger Humanmediziner und Lichtbiologe Alexander Wunsch, dass ein Verbot von Glühlampen aus ganzheitlich medizinischer Sicht mit einer staatlich verordneten Körperverletzung zu vergleichen sei: „Der menschliche Organismus ist auf die Spektralverteilung natürlichen Lichts eingestellt. Da sich der Mensch in der westlichen Welt die meiste Zeit in künstlichem Licht aufhält, erscheint es sinnvoll, auch hier  verstärkt Forschung zu betreiben”, fordert Wunsch.

Gefährlicher Blauanteil

Bestimmte Blauanteile im Licht führen über die Stimulation der Hypophyse zu einer hormonellen Stressreaktion. Dadurch wird u. a. die Melatonin-Produktion beeinträchtigt. Licht beeinflusst über eine Nervenverbindung zwischen Netzhaut und Hypothalamus die Hormon-Aktivität sowohl der Zirbeldrüse als auch der Hypophyse. Beide Hormondrüsen wirken auf verschiedenste Körperfunktionen wie zum Beispiel den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Co-Verursacher für AMD

Doch es kommt noch schlimmer: Diese Blauanteile stehen im Verdacht Verursacher der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu sein. Augenärzte berichteten über einen alarmierenden Anstieg dieser Erkrankung. Schuld ist hauptsächlich die Zunahme von LCD-Bildschirmen, die nach einem ähnlichem Prinzip arbeiten wie Energiesparlampen. Ein Verbot der Glühlampen würde das Problem verschärfen. Momentan sind rund 2 Millionen Menschen unserer Bevölkerung davon betroffen – bis zum Jahr 2020 rechnet man mit bis zu 6 Millionen (ohne Glühlampenverbot). Bei der AMD ist in der Netzhaut die Stelle des schärfsten Sehens betroffen, hier lagern sich Stoffwechselschlacken ab, das Auge kann nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt werden und erblindet. Das bläuliche Licht der Energiesparlampe dringt ungefiltert in die Netzhaut vor, erzeugt dort oxidativen Stress, der zur Zerstörung von Rezeptorzellen führt.

Einsatz-Tipp

Hier sind Energiesparlampen elativ bedenkenlos
Je höher der Raum, desto geringer die Strahlenbelastung. Besonders bei langen Einschaltphasen sparen sie Strom, etwa in Korridoren, Kellern oder bei den  Aussenbeleuchtungen. Vorsicht bei Deckenbeleuchtungen mit vielen Sparlampen. Dort kann die Strahlung kumulieren und für empfindliche Menschen auch auf weitere Entfernung Auswirkungen haben. Berichtet werden Kopfschmerz, Konzentrationsstörungen, Unwohlsein.

Achtung! Hier besser keine Energiesparlampen
Überall dort, wo ein Mindestabstand von 1 m nicht eingehalten werden kann, sind Energiesparlampen problematisch. Als Tisch- oder Stehlamen, als Leselampen ist das neue Licht beim aktuellen Stand der Technik ungeeignet. Im Esszimmer, Wohnzimmer und ganz besonders im Kinderzimmer sollten Sie Energiesparlampen nicht verwenden.

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