Elektrosensibilität und Elektrosensitivität

Was ist Elektrosensibilität & Elektrosensitivität?

Elektrosensibilität und Elektrosensitivität

Elektrosensibilität und Elektrosensitivität

Wir alle sind fast ununterbrochen mit elektromagnetischer Strahlung umgeben. Der moderne Kommunikationsfunk bringt Langzeitrisiken für die Gesundheit mit sich. Mit ca. 100 Mio. Mobiltelefonen den dazugehörigen 300.000 Mobilfunkmasten und den häuslichen Sendeanlagen. Auch natürliche Phänomene (Störzonen) sorgen für ein ungünstiges Umfeld, indem sie Erdstrahlung von sich geben. Diese Strahlung reicht in ihrer Energie nicht aus, um andere Moleküle zu ionisieren. Unter Ionisieren versteht man, dass aus einem Molekül Elektronen entfernt werden. Dies hinterlässt ein positiv geladenes Ion. Wir haben kein Sinnesorgan, das in der Lage wäre, uns diese nichtionisierende Strahlung wahrnehmen zu lassen. Es gibt aber Menschen mit einer stark ausgeprägten Elektrosensibilität, die auch schwache elektromagnetische Strahlung zu spüren bekommen. Meist werden in solchen Fällen Probleme mit der Gesundheit auf Elektrosmog zurückgeführt. Man spricht bei solchen Menschen von einer hohen Elektrosensibilität oder Elektrosensitivität. Was verbirgt sich hinter diesen beiden Begriffen?

 

Elektrosensitivität: Der Mensch spürt elektromagnetische Strahlung

Der Begriff Elektrosensitivität wird meist für Menschen benutzt, die in der Lage sind, schwache elektromagnetische bzw. nichtionisierende Strahlung bewusst wahrzunehmen. Diese Personen können die Wahrnehmung auch im konkreten Experiment benennen. Sie müssen hierfür eine scheinbare Exposition von einer tatsächlichen unterscheiden. Wahrscheinlich haben etwa 5 Prozent aller Menschen diese Fähigkeit. Wer elektromagnetische Felder von schwacher Stärke wahrnehmen kann, muss nicht zwangsläufig unter den Folgen von Elektrosmog für die Gesundheit leiden. Man muss allerdings beachten, dass der Begriff Elektrosensitivität nicht eindeutig definiert ist. Er wird oft in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. In manchen Äußerungen ist er auch gleichbedeutend mit Elektrosensibilität.

Elektrosensibilität: Der Mensch wird durch Elektrosmog krank

Allein in Deutschland sind 11  – 18 % der Bevölkerung elektrosensibel. Mit dem Begriff Elektrosensibilität fasst man Menschen, die die Einwirkung von elektromagnetischen Feldern und Elektrosmog als Folgen für die Gesundheit zu spüren bekommen. Die nichtionisierende Strahlung führt dann zur Krankheit, ob man diese Strahlung nun bewusst wahrnimmt oder nicht. Andere Termini für Elektrosensibilität sind Elektrohypersensibilität oder elektromagnetische Hypersensibilität. Auch hier herrscht leider im Bereich der Fachbegriffe keine Einigkeit in der Forschung und Diskussion. Die Beschwerden durch Elektrosmog fangen mit Symptomen an, deren Ursprung man in der Regel zunächst nicht erkennen kann:

  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus (quälende Geräusche im Ohr)
  • Schlafstörungen
  • Unruhe und Nervosität
  • Konzentrations- und / oder Gedächtnisstörungen
  • Gliederschmerzen
  • Herzprobleme u. v. m.

Das Problem für den diagnostizierenden Arzt besteht darin, dass diese Symptome auch durch andere körperliche oder psychische Krankheiten ausgelöst werden können. Auch Vergiftungen mit Chemikalien oder eine entsprechende Empfindlichkeit gegenüber Chemikalien kann ursächlich sein. Ferner sind flackerndes, unnatürliches Licht, Stress, Lärm etc. Ursachen für Probleme mit der Gesundheit. Ein objektiv gesichertes und allgemein anerkanntes, vereinheitlichtes Diagnoseverfahren zu Erkrankungen durch Elektrosmog gibt es noch nicht. Die Kriterien, die hierfür zurate gezogen werden, variieren also stark.

Ist jeder elektrosensible Mensch auch elektrosensitiv?

Nein. Nicht jeder, der an Elektrosensibilität leidet, also erkrankt ist, hat auch die Fähigkeit der Feldwahrnehmung. Nicht alle Menschen, die eine besondere Wahrnehmung von elektromagnetischen Feldern haben, sind auch krank durch Elektrosmog. Die international anerkannte Grenze für elektromagnetische Immissionen liegt für viele elektrosensible Menschen zu hoch. Sie werden bereits durch eine Strahlung krank, die weit unter dieser Grenze für schwache nichtionisierende Strahlung liegt. Hier sind noch viele Fragen ungeklärt und es gibt erheblichen Forschungsbedarf.

Elektrosensibilität in verschiedenen Ländern

Schweden ist im Umgang mit Elektrosmog und seinen Folgen eindeutig ein Vorreiter: Dort ist Elektrosensibilität als Behinderung anerkannt. Bereits 2009 forderte das EU-Parlament die Staaten der EU auf, es dem Beispiel Schwedens gleich zu tun. Auf diesem Wege sollte den Betroffenen Schutz und Chancengleichheit gewährt werden. Im Jahre 2011 wiederum forderte der Europarat, auf elektrosensible Personen mit besonderer Aufmerksamkeit zuzugehen. So sollten z. B. strahlungsfreie Gebiete eingerichtet werden, in denen es kein drahtloses Netzwerk gibt. In Teilen der USA und Kanadas finden sogenannte „Monate der Elektrosensibilität“ statt, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen. Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass in Deutschland bislang noch keine speziellen Vorkehrungen getroffen wurden, um Menschen mit Elektrosensibilität zu schützen.

Um die Strahlenbelastung für Sie so gering wie möglich zu halten, schützen Sie sich mit memon!

Quelle:
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, Schweiz): Elektrosmog in der Umwelt; Bern 2005; abgerufen unter: http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00686/index.html?lang=de

http://www.diagnose-funk.org/assets/df_bp_ehs-genuis_2012-02-01-komplett.pdf

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