Mann mit mehreren Armen - hält Stift, Notizblock, Handy und Tablet in der Hand

Burnout: Ständig unter Strom

Tempo und Stress bestimmen unser Leben; Stress ist allgegenwärtig und kann der Gesundheit nachhaltig schaden. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat eine Stress-Studie durchgeführt und die Ergebnisse vor kurzem veröffentlicht. Wir haben die Stress-Studie „Bleib locker, Deutschland!“ für Sie gelesen. Deutschland ist „unter Druck“, denn die Mehrheit der Deutschen fühlt sich gestresst. Fast sechs von zehn empfinden ihr Leben als stressig, jeder Fünfte steht sogar unter Dauerdruck. Am stärksten betroffen sind dabei die Menschen zwischen Mitte 30 und Mitte 40. Sie reiben sich auf zwischen Kind, Haushalt und Karriere.

Stress, Termindruck und Überlastung am Arbeitsplatz führen häufig zu gesundheitlichen Problemen.

Stress, Termindruck und Überlastung am Arbeitsplatz führen häufig zu gesundheitlichen Problemen.

Stressfaktor Nummer 1: Der Job

Der größte Stressfaktor für die Menschen in Deutschland ist der Job. Sieben von zehn Berufstätigen sind gestresst, jeder Vierte steht sogar unter Dauerdruck. Und der Druck nimmt zu, denn fast 70% der Berufstätigen sagen, dass ihr Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden ist.

Der Stellenwert der Arbeit: Lebensmittelpunkt oder reiner Broterwerb?

Für sieben von zehn Berufstätigen ist der Job ein wichtiger Teil ihres Lebens, mit dem sie sich identifizieren und der ihnen Spaß macht. Jeder Fünfte sieht ihn dagegen als reinen Broterwerb und für weitere vier Prozent ist ihre Arbeit nur frustrierend und auslaugend.

Der Spaß-Faktor:

Wer gerne arbeitet, hat weniger Stress und ist gesünder Wer gerne arbeitet und Spaß an seiner Arbeit hat, empfindet seinen Job weniger stark belastend. Je positiver das Verhältnis zum eigenen Job, desto seltener gaben die Befragten an, dass sie sich abgearbeitet und verbraucht fühlen. Das Risiko für seelische Beschwerden wie Burnout oder Depressionen ist bei Beschäftigten, die keinen Spaß bei der Arbeit haben, doppelt so hoch wie bei den „Spaßarbeitern“.

Was stresst uns im Job?

Die Stresstreiber im Job sind zu viel Arbeit, Termindruck, unfreiwillige Arbeitsunterbrechungen, Informationsflut, schlechte Arbeitsbedingungen, ungenaue Anweisungen, ungerechte Bezahlung, mangelnde Anerkennung, Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend.

Burnout: Jeder dritte fühlt sich ausgebrannt

Je höher der Stresspegel, desto schwerer fällt dabei das Abschalten nach der Arbeit. Dies hat zur Folge, dass wichtige Regenerationsphasen für Körper und Seele zu kurz kommen. Und das Abschalten ist für vieles der Schlüssel. Denn von den Menschen, die keine echten Auszeiten finden, ist jeder Zweite ausgebrannt. Gestresste Eltern zwischen Kind und Karriere sind auf der Suche nach der Work-Life-Balance, nach dem ausgewogenen Verhältnis von Beruf und Privatleben.

Was aber, wenn wir Belastungen ausgesetzt sind, die wir nicht sehen, aber spüren können?

Im Forschungsbericht „Steigende Burn-out-Inzidenz durch technisch erzeugte magnetische und elektromagnetische Felder des Mobil- und Kommunikationsfunks“ (Dr. Ulrich Warnke und Peter Hensinger) ist zu lesen: Immer häufiger klagen Menschen über Stress am Arbeitsplatz. Folgen sind Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Nervosität und vegetative Störungen und schließlich entstehen verschiedene Krankheits-Symptome. Gleichzeitig verlangen Firmen heute von ihren Mitarbeitern ständig Leistungssteigerungen und rüsten dafür ihre Infrastruktur mit allen möglichen Kommunikationsmitteln aus, wie schnurlose Telefone, SmartPhones, TabletPCs, WLAN und anderen Funkanwendungen. In dieser voll mit elektromagnetischen Feldern gesättigten Atmosphäre
täglich acht Stunden hoch effektiv und produktiv zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Arbeiten im Datenstrom, Arbeitsüberlastung, pausenlose Kommunikation in Kombination mit der
zunehmenden Strahlenbelastung. Jeder dritte Erwachsene und immer mehr Kinder leiden inzwischen an Schlafstörungen. Die Belastbarkeit nimmt so laufend ab. Viele Unternehmen setzen beim
Personal auf die Jugend und erwarten bei ihr eine höhere Leitungsfähigkeit. Aber auch sie ist in den heutigen Zeiten vermindert.

Die Aussagen der Verantwortlichen (Politiker, Betreiber, „Experten“) sind seit vielen Jahren immer gleich: „Es gibt nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis keine Gefährdung der Menschen unterhalb der Grenzwert-Empfehlungen“. Sie stützen sich dabei in Deutschland auf die 26. Bundesimmissionsschutzverordnung. Der Bevölkerung wird von den Behörden versichert, nach  heutigem Wissen sei Mobilfunk sicher. Diejenigen Ergebnisse, die Effekte zeigen, seien nicht reproduzierbar. Menschen, die sich als elektrosensibel bezeichnen, seien Nocebos unterlegen, hätten eine psychische Störung.

Wie macht der Mobil- und Kommunikationsfunk uns krank?

Umweltmedizinische Untersuchungen weisen nach, dass in den Zellen von Menschen mit Burnout-Syndrom ein Energiedefizit herrscht. Die ATP-Produktion in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, ist gehemmt. Oxidativer Zellstress entsteht. Er wird ausgelöst durch psychosomatische Faktoren, schwierige Lebensumstände, toxische Umweltfaktoren, Stress. Der Forschungsbericht weist nach, dass ein neuer Umweltfaktor, die technisch erzeugten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks, ebenfalls zu oxidativem Zellstress führt. „Digitalisierung unserer Welt“, das bedeutet für unsere Zellen, dass sie seit etwa 1998 einer ständig ansteigenden Belastung durch nichtionisierende Strahlung ausgesetzt sind, an die sie nicht adaptiert sind. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen der Stressauslösung durch Lebensumstände und durch Mobilfunkstrahlung. Die Forschungsergebnisse sind eindeutig, doch der Einfluss der Industrie ist so groß, dass sie nicht zur Kenntnis genommen werden.

Was spricht dennoch dafür?
Noch nie gab es in der Erdatmosphäre so dichte elektrische und magnetische Felder und eine elektromagnetische Dauer-Strahlung technischen Ursprungs, und sie nimmt kontinuierlich weiter zu.

Dr. Michael Spitzbart über Burnout:

Dr. Michael Spitzbart

Dr. Michael Spitzbart

Den neuen psychosozialen Volkskrankheiten liegt eine Stoffwechselstörung im Gehirn zugrunde, die durch einen verschobenen Cortisolund Serotoninquotienten ausgelöst wird. Cortisol   unterdrückt Serotonin und das Antriebshormon Dopamin. Diese Hormone sind Gegenspieler. Außerdem bewirkt ein erhöhter Cortisol-Spiegel, dass man die in diesem Stressstoffwechsel wertvollen Aminosäuren – die eigentlich dem Gehirn zugute kommen sollten – als Energie verbrennt und diese dann nicht mehr zur Produktion der „Rückenwindhormone“ zur Verfügung
stehen. Dadurch steigt die gefühlte Arbeitsbelastung, was wiederum zu einer vermehrten Produktion des Stresshormones Cortisol führt. Das ist die Pathogenese von Burnout und Depression, die man frühzeitig erkennen und verhindern könnte.
Burnout ist ein Prozess, kein Zustand.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.medical-consultants.de

Michael Spitzbart wurde am 30. September 1957 in Düsseldorf geboren. Er ist ein deutscher Arzt und Sachbuchautor. Nach dem Medizinstudium in den USA, in Belgien und an den  Universitäten Aachen, Tübingen, Göttingen, Düsseldorf und Erlangen absolvierte er nach längerer chirurgischer Tätigkeit die Ausbildung im Fachgebiet Urologie am Klinikum Nürnberg. Seine
Privatpraxis in Salzburg nennt er „Zentrum für ursachenbezogene Diagnostik und Therapie“, seine „Medical Consultants GmbH“ firmiert in Salzburg.

Spitzbart lebt in Salzburg. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Zitat Dr. med. Michael Spitzbart:
„Der Arzt der Zukunft sollte eher ein Betreuer der Gesunden als ein Behandler der Kranken sein.”

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