BfS warnt vor Smartphone Risiken

BfS warnt jetzt vor Smartphone-Risiken

Smartphones– sie sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Eigentlich ja recht nützlich, kommt es beim Thema „Handystrahlung und Gesundheit“ ganz entscheidend auf das Nutzerverhalten an. Dass Kinder und Jugendliche besonders gefährdet sind, darauf macht jetzt auch das Bundesamt für Strahlungsschutz (BfS) aufmerksam.

Wenn das Handy zum guten Kumpel wird

Es gab mal eine Zeit, da gehörte das Wort „Hausarrest“ zum Unwort einer ganzen Generation. Heute geraten nicht wenige Kids und Jugendliche an den Rand des Nervenzusammenbruchs, wenn Eltern das „Handyverbot“ aussprechen. Ganz so drastisch sollte es dann nicht ausfallen, wenngleich sich besorgte Eltern zu recht Gedanken über das Nutzerverhalten des Nachwuchses machen. Wie bereits die Werbekampagne eines bekannten Herstellers andeutet, ist das Smartphone längst zum „Life Companion“ geworden. Eine repräsentative Umfrage des BfS belegt, dass die „mobile Kameradschaft“ bereits bei der Einschulung beginnt. Fast jedes vierte Kind in der Altersklasse von 6 bis 9 Jahren besitzt bereits ein Handy. Im Alter von 10 bis 13 Jahren sind es mit 93 Prozent dann so gut wie alle. Was auffällt: Nicht nur während des Tages, auch nachts wollen viele auf das Handy nicht verzichten. Bei 40 Prozent der Grundschüler liegt das Gerät am Bett. Auch die etwas Älteren haben mit 55 Prozent das Handy nachts in Griffnähe – davon 60 Prozent betriebsbereit. Dr. Thomas Jung, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit im BfS, stellt fest, dass mit steigender Beliebtheit für den „Minicomputer Smartphone“, das Bewusstsein für den Strahlenschutz gegen Null geht. Kinder und Jugendliche achten so gut wie nicht auf Handystrahlung, sondern auf Preis, Zusatzfunktionen, Performance und Design.

Wenn das Handy zum guten Kumpel wird

Wenn das Handy zum guten Kumpel wird

Der bewusste Umgang mit dem Smartphone

Beim mobilen Telefonieren oder Surfen im Internet werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung der Daten eingesetzt. Dr. Jung erläutert, dass sich Kinder noch in der Entwicklung befänden und gesundheitlich empfindlicher reagieren könnten als Erwachsene. Er rät dazu, bereits beim Kauf eines Smartphones auf den sogenannten SAR-Wert zu achten. Dabei handelt es sich um die „spezifische Absorptionsrate“, ein Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in einem Material bzw. biologischem Gewebe. Diese „Handystrahlung“ wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen und darf laut der aktuellen Gesetzeslage 2 Watt/kg nicht überschreiten. Seit dem Jahr 2002 wird das Umweltzeichen „Blauer Engel“ für besonders strahlungsarme Handys (nicht mehr als 0,6 W/kg) vergeben. Eine Liste mit zahlreichen Handy-Modellen und deren SAR-Werte gibt es beim BfS unter www.bfs.de/sar-werte-handy. Neben dem SAR-Wert haben Kids und natürlich auch Erwachsene weitere Möglichkeiten die Strahlungsaufnahme zu vermindern:

  • Öfter mal eine „Pause“ einlegen. Durch Apps und Hintergrunddienste sind Smartphones ständig mit dem Mobilfunknetz verbunden. Dauerndes Senden und Empfangen sorgt neben der schnellen Akku-Entladung auch für eine entsprechende Strahlenbelastung. Durch den „Flugmodus“ werden alle Funkverbindungen unterbunden.
  • Sind die „Datenverbindungen über Mobilfunk“ deaktiviert, ist das Kind dennoch telefonisch erreichbar und kann offline spielen.
  • Beim Verbindungsaufbau ist die Sendeleistung am höchsten. Deshalb während des Gesprächsaufbaus das Handy vom Kopf entfernt halten.
  • Je schlechter die Verbindung zum nächsten Mobilfunksendemast, desto mehr „Power“ muss das Handy aufbringen, was die Handystrahlung erhöht. Deshalb das Handy besser nicht in geschlossenen Räumen (Wohnung, Bus, Bahn etc.) verwenden.
  • Während der Fahrt im Auto nur mit Freisprecheinrichtung und Außenantenne telefonieren.
  • Eingeschaltetes Handy nicht in Hosen- oder Brusttasche tragen.
  • Besser das Handy nicht direkt an den Kopf halten, sondern einen kabelgebundenen Ohrstecker tragen. Alternative: Eine Bluetooth-Verbindung zwischen Ohrknopf und Handy.

Wer Kids und Jugendliche unterstützt durch lustige Grafiken für das Thema begeistern möchte, findet hier kostenloses Material. Na dann, viel Spaß mit dem „mobilen Kameraden“.

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