Bewusst bauen - Häuser

Bewusst bauen, gesund leben

„My home is my castle“ sagt der Engländer. Wie schön, wenn wir es uns in den eigenen vier Wänden so gemütlich wie nur möglich einrichten können. Doch neben der gelassenen Lebenseinstellung und der geschmackvollen Einrichtung gibt es noch viele andere Dinge, die dazu beitragen, ob uns das Wohnumfeld stärkt oder schwächt. Ein Blick zurück in die Anfänge der Architektur vermittelt hilfreiche Ansätze und schafft Inspiration für moderne High Tech-Lösungen.

Wie wir heutzutage in Wohnungen oder Eigenheimen leben hat entscheidenden Einfluss auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Wie wir heutzutage in Wohnungen oder Eigenheimen leben hat entscheidenden Einfluss auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Fast in allen Regionen der Welt bauen sich die Menschen Häuser – von der einfachen Slumhütte bis zu großen Palästen. Auch nach der anerkannten Theorie des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow gehört ein festes Dach über dem Kopf zu den menschlichen Grundbedürfnissen, um sich wohl und sicher zu fühlen. Je mehr wir jedoch über die puren Existenzbedürfnisse hinauswachsen, wachsen auch der Wunsch nach Selbstverwirklichung und die Bereitschaft zur Übernahme persönlicher wie gesellschaftlicher Verantwortung. Und genau in dieser Phase rückt die Gestaltung der optimalen Wohnumgebung wieder besonders stark in den Fokus.

So erstaunt es nicht, dass gerade in längst vergangenen Hochkulturen unglaubliche Meisterwerke der menschlichen Baukunst geschaffen wurden. Heutige Baumeister stehen immer noch vor einem Rätsel, wie es den Ägyptern vor Tausenden von Jahren wohl gelang, so ein geometrisch exakt gestaltetes Bauwerk wie die Pyramide von Gizeh zu schaffen. Oder wie es möglich war, eine tonnenschwere Kuppel ganze 43 Meter breit über das römischen Pantheon zu spannen, ohne auch nur einen einzigen Stützpfeiler zu verwenden – und dies schon im 2. Jahrhundert! Beeindruckend auch die frühen Erkenntnisse des römischen Architekten Marcus Vitruvius Pollio, der im ersten Jahrhundert vor Christus lebte. In seinen „Zehn Büchern über Architektur” finden sich z.B. die Grundprinzipien des Goldenen Schnitts, nach denen ein Baukörper in Form, Größe und Proportionen ästhetisch exakt harmoniert.

Die Beispiele zeigen, wie viele bauhandwerkliche Könner und Künstler es unter unseren Vorfahren gab, von denen wir auch heute noch viel lernen können.

In der Tat gibt es viel zu tun. Neuzeitliche Bausünden sowie die zunehmende Industrialisierung und Verstädterung wurden und werden von zahlreichen Gesundheitsproblemen und Umweltbelastungen begleitet. Mehr und mehr wächst die Sehnsucht nach einem intakten, Kraft spendendem Lebensumfeld. Nach einer Studie der Trendforscher Bettina Harms-Goldt und Michael Neitzel vom Wohnungsforschungsinstitut InWIS geht der heutige Trend vermehrt zu individuellen Lösungen, einer belastungsfreien Wohn-umgebung, ökologi-schen Materialien und energetisch wertvollen Heizsystemen. Dabei summieren sich viele, teilweise gegensätzliche Kriterien, die im wahrsten Sinne des Wortes „unter ein Dach“ gebracht werden wollen. Hierzu Michael Neitzel: „Die Menschen wollen Naturnähe, aber auch im Zentrum der Städte wohnen, der Trend zur Nachhaltigkeit und Gesundheit nimmt zu – außerdem müssen Arbeitsmarkt und Demografie gemeinsam betrachtet werden.“

Die eigene Wohnung als Ruhepol und Erholungsoase – wie lässt sich dieser Wunsch am besten erfüllen? Auch hier lohnt sich ein Blick zurück in die Vergangenheit. Denn schon in den Behausungen des einstigen „einfachen Mannes“ fanden sich Werkstoffe und Baustile, die im modernen, „grünen“ Bauen wieder groß im Kommen sind. Was nachhaltig denkende Bauherren heute zum Schwärmen bringt, gehörte früher zum Standard: landschaftstypische Formgebung

  • keinerlei Stahlbeton, dafür z.B. ein Unterbau aus Kiesschotter
  • Fußböden aus Naturmaterialien wie Kork, Parkett oder Sandstein
  • Wände aus Ziegeln, Holz oder Lehm
  • natürlicher Lehmmörtel
  • reiner Kalkputz im Außenbereich sowie das Raumklima ausgleichender Lehmputz im Innenbereich
  • echte Tondachpfannen
  • …und noch vieles, vieles mehr.

So weit, so gut. Doch was nützen die besten Baumaterialien, wenn den überall gegenwärtigen Problemen, wie z.B. Elektrosmog, Erdstrahlen, Feinstaub, chemische Ausdünstungen oder Wasserbelastungen, nichts entgegen gesetzt wird?
Nur wenn auch diese Komponenten berücksichtigt werden, ergibt sich ein rundum schlüssiges Wohnkonzept. Hier können wir nur eingeschränkt – wie z.B. beim Auffinden von Wasseradern oder anderer Störzonen – auf das Wissen unserer Vorväter zurückgreifen. Manche unserer heutigen Probleme gab es früher noch nicht.

Vorsicht bei Dämmstoffen!

Besonders bei mineralfaserhaltigen Dämm-Material kann eine erhöhte Gesundheitsgefährdung bestehen. Nachdem feststand, dass die krebserzeugende Wirkung von Asbest auf die Faserstruktur zurückzuführen ist, gerieten auch andere faserförmige Baumaterialien in Verdacht.

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Mineralwolleplatten (Glas, Steinwolle)
  • Polystyrol-Platten
  • Polyurethan-Platten

Mehr Infos unter: www.schadstoffberatung.de

Doch mit dem Boom der modernen Technik wächst auch das Wissen, um den dabei auftretenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit intelligenten High Tech-Lösungen gezielt entgegen zu wirken. Dieser Aufgabe hat sich auch memon verschrieben. Und begleitet schon seit vielen Jahren private wie geschäftliche Bauprojekte auf dem Weg in eine rundum gesunde, als auch wohltuende Wohn- und Arbeitswelt.

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