Die Arktis im Visier

Die Arktis im Visier von Shell

Am 24. März 1989 havarierte die Exxon Valdez vor der Küste Alaskas. Bis heute hat sich Alaska von dieser Katastrophe nicht gänzlich erholt. Jetzt hat es erneut ein Ölkonzern auf die Arktis  abgesehen. Shell ist bereits dabei, im letzten großen verbliebenen Naturschutzgebiet der Erde nach Öl zu bohren. Der Preis ist sehr hoch, aber bezahlt wird er nicht von Shell, sondern von uns und unseren Kindern.

Die Arktis ist ein wesentlicher Stabilisator für das Weltklima. Shell will daraus ein Industriegebiet machen und nach Öl bohren. Greenpeace bittet auf ihrer Internetseite um Mithilfe diesen Wahnsinn zu stoppen.

Die Arktis ist ein wesentlicher Stabilisator für das Weltklima. Shell will daraus ein Industriegebiet machen und nach Öl bohren. Greenpeace bittet auf ihrer Internetseite um Mithilfe diesen Wahnsinn zu stoppen.

Programm zur Ressourcengewinnung

Selbst in einer Zeit die durch Klimawandel, Umweltschutz und der Suche nach dem sauberen Energieträger der Zukunft geprägt ist, ist es immer noch möglich, die Liste der schlimmsten  Umweltsünden mit neuen Vergehen an der Natur zu toppen. Das bereits auf Hochtouren laufende Programm zur Ressourcengewinnung innerhalb der Arktis durch den Energiekonzern Shell ist ein trauriger Beweis profitorientierten Denkens.

Die rechtliche Grundlage, sich am Arctic National Wildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA zu vergreifen, bereitete die Energiepolitik des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Unter seiner Amtszeit wurden vom USRepräsentantenhaus denkwürdige Entscheidungen getroffen, u. a. das Bohren nach Erdöl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet. Als wäre das nicht genug, wurden in der gleichen Sitzung noch Steuererleichterungen für die Energieindustrie in Höhe von 33,5 Milliarden Dollar zugesagt. Geld, das anstatt für die Entwicklung neuer zukunftsträchtiger Energiegewinnungen, nun für den Abbau der altbewährten, schmutzigen Brennstoffe verwendet wird.

Jedes Grundschulkind weiß heute, wie wichtig die Erhaltung des Naturschutzgebietes der Arktis für das Ökosystem der Erde und für das Leben auf diesem Planeten ist. Wer ernsthaft darüber nachdenkt, die Arktis zu durchlöchern, handelt wider besseren Wissens und begeht ein nicht wiedergutzumachendes Verbrechen an der Menschheit. Nicht umsonst stellte 1960 der amtierende US-Präsident Dwight D. Eisenhower das besagte Gebiet unter Naturschutz. Er wusste um das einzigartige Ökosystem.

Unsere fossilen Energieressourcen scheinen sich dem Ende zu nähern. Statt sich dem Problem der versiegenden Ressourcen allerdings zu stellen und sofort die Entwicklung erneuerbarer Energien intensiv voranzutreiben, macht man so weiter als gäbe es kein Morgen. Unserem Planeten und unseren Nachkommen ist mit dieser kurzfristig denkenden und verantwortungslosen Einstellung jedenfalls nicht geholfen.

Die Ressourcenknappheit ist kein Begriff der letzten Jahre, sondern bereits seit Jahrzehnten bekannt. Und genauso lange wird schon darauf hingewiesen, dass nur durch ein grundsätzliches Umdenken der Menschheit eine langfristige Änderung möglich ist, die dem Wohle aller dient und das Überleben sichert. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, statt in die schädlichen Energiegewinnungsformen der Vergangenheit, gezielt in Technologien der Zukunft zu investieren.

Wer hingegen wie Shell glaubt, dass Naturschutzgebiete wie die Arktis für die Deckung des Energiebedarfs in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden (Zitat Shell Internetseite), hat das Problem der Energieversorgung nicht verstanden und wird in Zukunft selbst, wie auch die fossilen Rohstoffe, der Vergangenheit angehören.

Helfen Sie deshalb mit zum Schutz der Arktis und setzen Sie auf erneuerbare Energien wo immer Sie können. Fordern Sie die Energiekonzerne auf, die Zerstörung des Planeten zu stoppen und stattdessen endlich die Zeichen der Zeit zu erkennen, indem Sie zum Beispiel Greenpeace unterstützen. Nur so können wir späteren Generationen diesen fruchtbaren paradiesischen Planeten
hinterlassen, so wie er sein sollte – zum Wohle von Pflanze, Tier und Mensch. Informationen zu dieser und ähnlich sinnvollen Aktionen finden Sie im Internet unter:
www.greenpeace.de

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