Aloe Vera

Aloe Vera: Ersthelfer bei Sonnenbrand

Kaum jemand vergisst bei den Vorbereitungen für den Sommerurlaub, genügend Sonnencreme einzupacken. Und auch in heimischen Gefilden ist es inzwischen üblich, sich gegen zuviel UV-Licht zu schützen. Doch was tun, wenn die ersten Frühlingssonnenstrahlen oder „O sole mio“ in Italien unterschätzt wurden? Was hilft schnell und unkompliziert gegen schmerzhaften Sonnenbrand? Ein bewährtes Naturheilmittel verspricht Heilung und Erleichterung.

Aloe VeraAloe Vera sieht auf den ersten Blick der stacheligen Agave sehr ähnlich, gehört aber wie Knoblauch und Zwiebel zu den Liliengewächsen. Unverwechselbar sind jedoch ihre außergewöhnlichen Eigenschaften. Schon die Ägypter und Indianer kannten ihre besondere Heilkraft. So bekam die Gemüsepflanze den Beinamen „Blut der Götter“, „Pflanze der Unsterblichkeit“ und der Seefahrer Christoph Columbus hat sie sehr passend „Doktor im Blumentopf“ getauft.

Aufgrund hunderter von Inhaltsstoffen hilft Aloe Vera gegen so viele unterschiedliche Beschwerden, dass hier nicht genug Platz ist, alle  Anwendungsmöglichkeiten aufzuzählen. Eine ihrer herausragenden Fähigkeiten bewährt sich vor allem in der Sommerzeit: Aloe Vera ist der ideale Ersthelfer gegen Verbrennungen jeder Art – also auch gegen Sonnenbrand! Rechtzeitig aufgetragen, dringen ihre Inhaltsstoffe schneller und tiefer ein, als bei allen anderen Substanzen. Die Zellerneuerung wird beschleunigt, das Immunsystem gestärkt. Die Haut regeneriert extrem schnell und durch die  entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften heilen die Verbrennungen in der Regel völlig narbenfrei ab.

Obwohl die ursprüngliche Heimat von Aloe Vera möglicherweise auf der arabischen Halbinsel zu finden ist, gedeiht die Pflanze besonders in allen subtropischen und tropischen Regionen der Welt.

Obwohl die ursprüngliche Heimat von Aloe Vera möglicherweise auf der arabischen Halbinsel zu finden ist, gedeiht die Pflanze besonders in allen subtropischen und tropischen Regionen der Welt.

Lange Zeit kaum noch beachtet, macht Aloe Vera seit den 1930er Jahren wieder von sich reden. Damals wurden in den USA erstmals Röntgenstrahlen zur Krebstherapie eingesetzt. Aufgrund zu hoher Strahlendosen kam es zu starken Hautverbrennungen bei den Patienten. So erinnerte man sich wieder an das segensreiche Gel der „Wüstenlilie“. Wenige Jahre später kam es im zweiten Weltkrieg bei den Atombomben-Opfern von Hiroshima und Nagasaki zur Anwendung. Heute wird Aloe Vera in vielen Kliniken bei Brandwunden  eingesetzt, da die Heilungsrate damit bis zu 40% beschleunigt werden kann.

Ganz nach Columbus können Sie sich zu Hause ebenfalls eine Aloe Vera-Pflanze im Blumentopf auf der Fensterbank halten. Doch wer keinen grünen Daumen hat oder seine Zimmerpflanzen nicht gerne mit in den Urlaub nimmt, findet am Markt ein breites Angebot an Aloe Vera-Produkten. Hierbei sollten Sie auf eine hohe Konzentration reinsten  Pflanzengels sowie auf eine möglichst frische Herstellung, frei von Konservierungsmitteln, achten.

Übrigens: Der „Tausendsassa“ Aloe Vera besitzt sogar einen eigenen Lichtschutzfaktor und kann damit als zusätzlicher Sonnenschutz eingesetzt werden. Zudem lindert das Gel den Juckreiz bei Insektenstiche und hält die lästigen Biester dauerhaft von Ihrer frisch gebräunten Urlaubshaut fern!