Ahornblatt

Ahorn: Die heimische Alternative zu Tropenhölzern

In Europa ist er fast überall zu Hause, im Herbst besticht er durch seine prächtige Färbung und für Kanada stellt das Blatt sogar das nationale Symbol dar: Die Rede ist vom Ahornbaum. Weltweit gibt es etwa 200 Arten, drei davon sind bei uns heimisch: der Feldahorn, der Bergahorn und der Spitzahorn. Die charakteristische Form des Ahornblattes und die geflügelten Ahornfrüchte sorgen für den hohen Wiedererkennungswert. Mit ein Grund, warum der Ahorn besonders in Deutschland zu den bekanntesten Bäumen zählt.

Charakteristisch für den Ahornbaum ist die jedem bekannte Ahorn-Blattform.

Charakteristisch für den Ahornbaum ist die
jedem bekannte Ahorn-Blattform.

Das Ahornholz gilt als sehr warmes, wenn auch nicht so starkes Holz. Im Winter vermittelt ein in der Hand gehaltenes Stück Ahornholz ein Gefühl von Wärme; Buchenholz dagegen kühlt stark. Aus diesem Grund werden noch heute Stöcke für Arbeitsgeräte oft aus Ahornholz gefertigt, obwohl dies nicht so hart ist wie beispielsweise Buche.

Das helle, weiße bis gelbliche Holz wird vorzugsweise als Drechsel- und Möbelholz verwendet. Möbelstücke aus Ahorn wirken warm und strahlen diese Wärme auch aus. Auch im Geigenbau ist das Ahornholz als Ton- und Resonanzholz begehrt, da es mit dem Ton entsprechend mitschwingt. Bereits der berühmte Geigenbauer Antonio Stradivari baute vor rund 300 Jahren seine wertvollen Streichinstrumente aus Ahornholz.

In Nordamerika wird der Zucker-Ahorn zum Gewinnen von Ahorn-Sirup genutzt. Dafür schlägt man eine kleine Kerbe in die Rinde des Baumes oder ritzt ihn an. Anschließend kann der auslaufende Saft beispielsweise mit Schläuchen aufgefangen werden. Pro Woche können so etwa 25 Liter Ahorn-Sirup pro Baum gewonnen werden. Auch durch diesen ausgeprägten Saftgehalt ist der Ahorn bekannt geworden. Obwohl das Gewinnen des Ahornsaftes uralt ist, wurde sie bei uns während vieler Jahrzehnte praktisch vergessen.

Erstaunlicherweise ist die offizielle medizinische Anwendung des Ahorns nicht mehr geläufig, obwohl bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Heilmittel aus Zweigen, den Blättern, dem Holz und dem Saft gewonnen wurden. Der Saft gilt als gut verträgliches Diätetikum und wird in der Diätkost entsprechend als Süßmittel eingesetzt. Von Laien sollte der Saft allerdings nicht gewonnen werden, da der Baum bei unsachgemäßer Behandlung „ausbluten“ kann.

Sollten Sie demnächst eine Holzwahl tätigen müssen, dann berücksichtigen Sie bitte auch den folgenden Punkt. Wenn wir uns für heimisches Holz entscheiden und auf Tropenholz verzichten, dann betreiben wir aktiven Regenwaldschutz, ohne den Verlust an Lebensqualität. Eine Hemmnis dabei ist oft die Tatsache, dass Tropenholz preiswerter ist, als qualitativ vergleichbare heimische Arten. Der Grund dafür liegt darin, dass die Bäume im Regenwald oftmals geplündert werden. Der Preis für einheimisches Holz ist teurer, da die Kosten für die Pflege der Wälder und die Verwaltung darin enthalten sind. Dieser Posten fehlt bei Holz aus den tropischen Regenwäldern. Bitte beachten Sie dies bei Ihrer Holzwahl.

Baumheilkunde Praxistipp:
Die Echte Lungenflechte

Die Echte Lungenflechte findet man auf den Rinden von Bäumen, bevorzugt auf Ahorn, Buche und Eiche. Das homöopathische Mittel „Sticta Pulmonaria“ wird aus der Lungenflechte hergestellt. Es soll gegen nächtlichen Reizhusten, Heuschnupfen und Niesanfälle wirken. Weitere Anwendungsgebiete seien akute rheumatische Schmerzen mit anschwellenden Gelenken, bei entzündeten kleinen Gelenken und chronischer Schleimbeutelentzündung oder auch bei Sehstörungen und / oder Schmerzen in den Augenhöhlen.

Quelle: www.homoeopathiewelt.com

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