5G: Was bedeutet der neue Mobilfunkstandard für unsere Gesundheit?

Der neue Mobilfunkstandard 5G

Birgt 5G potentielle Gesundheitsschäden? Während Aktivisten zum Widerstand rüsten, tuen die Mobilfunk-Industrie und Technik-Fans das Ganze als „Verschwörungstheorien“ und „Panikmache“ ab. Und das, obwohl es bereits jetzt eine erdrückende Anzahl von Studien gibt, die gesundheitliche Schäden durch elektromagnetische Strahlung wie sie Mobilfunk oder WLAN verwenden, bestätigen.

Gibt es Nachweise über gesundheitliche Schäden durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung?

Der neue Mobilfunk-Standard 5G polarisiert zunehmend. Während Vodafone und Telekom vom superschnellen Internet schwärmen, warnen immer mehr Wissenschaftler und Aktivisten vor den Gefahren für unsere Gesundheit, aber auch für die Umwelt und Tiere. Dabei entsteht leicht der Eindruck, dass Mobilfunkstrahlung erst mit der Einführung des neuen Standards problematisch wird. Das alleine ist schon mal falsch – Studien zu gesundheitlichen Schäden durch Mobilfunk- und auch WLAN-Strahlung gibt es bereits unzählige.

Die Gefahren von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung (EMF), die Mobilfunk und WLAN nutzen, sind gut dokumentiert. Wie bereits im ersten Teil unserer Blog-Reihe zu 5G beschrieben, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO elektromagnetische Strahlung schon 2011 als „vermutlich krebserregend“ (Klasse 2B) eingestuft. Darüber hinaus gibt es inzwischen eine wirklich erdrückende Anzahl von Studien, die auf ein hohes Schädigungs-Potential hinweisen. Hier exemplarisch drei veröffentlichte Ergebnisse:

Einfluss von Mobilfunkstrahlung auf Krebsentwicklung

2018 wurden gleich zwei Langzeitstudien veröffentlicht, in denen die Auswirkung von Mobilfunkstrahlung auf Ratten und Mäuse untersucht wurde: Die Studie des italienischen Ramazzini Instituts und die NTP-Studie des US-Department of Health and Human Services. In beiden konnte ein signifikanter Anstieg von bösartigen Tumoren, sowie Schäden in den DNA-Strängen und ein Anstieg von Hirntumoren bei bestrahlten Tieren nachgewiesen werden.

Smartphone und Tablets schädigen Fruchtbarkeit:

2016 veröffentlichte die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk einen Report, in dem 130 Studien aus 13 Ländern ausgewertet wurden. Das Ergebnis: Gepulste Mikrowellenstrahlung gefährdet die männlichen Spermien und die gesunde Entwicklung des Embryos

Auswirkung von WLAN-Strahlung auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten:

Die Zeitschrift Umwelt. Medizin. Gesellschaft veröffentlichte in Ausgabe 01/2018 eine Sonderbeilage mit dem Titel „Biologische und pathologische Wirkung der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten“. Darin hat die Biologin Isabel Wilke mehr als 100 wissenschaftliche Studien zu den Wirkungen nicht-ionisierender Strahlung in der Mikrowellen-Frequenz 2,45 GHz analysiert. Dabei ging es um die Wirkung von WLAN-Strahlung auf lebende Organismen. Alle diese Studien, die zuvor in anerkannten Fachzeitschriften publiziert wurden, dokumentierten:

  • Schädigungen der Fruchtbarkeit (bei Männern und Frauen)
  • Einwirkungen auf das EEG und Gehirnfunktionen
  • Einwirkungen auf die DNA und die Krebsentwicklung
  • Wirkungen auf Herz, Leber, Schilddrüse, Genexpression, Zellzyklus, Zellmembran, Bakterien und Pflanzen
  • Oxidativen Zellstress als Wirkmechanismus
  • Negative Auswirkungen auf Lernen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Verhalten

In einem Fazit spricht die Biologin dann Klartext:

„Das Schädigungspotential von WLAN, auch bei geringer Strahlungsstärke, kann nicht mehr angezweifelt oder relativiert werden, auch nicht durch die Studien, die keine Wirkung gefunden haben.“

Sie appelliert an die Entscheidungsträger in Politik, sowie den Schul- und Gesundheitsbehörden, sich mit der Studienlage auseinanderzusetzen und sich nicht „von den Argumentationen der Industrielobby oder Textbausteinen von Regierungsinstitutionen täuschen zu lassen“. Für besonders wichtig hält sie, weitere Untersuchungen zu Wirkungen auf das Gehirn, sowie auf junge Menschen durchzuführen.

„Die Anwendung des Vorsorgeprinzips, das in allen europäischen Ländern anerkannt wird, lässt nur einen Schluss zu: Der menschliche Körper darf WLAN nicht körpernah und dauerhaft ausgesetzt werden“,

so Wilke weiter.

Und was war die Reaktion auf diesen brisanten Artikel? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warf der Autorin nach Erscheinen der Beilage unwissenschaftliches Vorgehen und eine „systematische Auswahl von Studien, die gesundheitsrelevante Effekte zeigen“ vor. Der Pressesprecher des BfS ließ verlauten, es lasse sich nach Bewertung der Gesamtheit aller Studien keine frequenzspezifische Gefährlichkeit von WLAN erkennen.

Als dann allerdings Diagnose:Funk nachhakte und nach einem entsprechenden Review zur Auswertung sämtlicher Studien auf dem EMF-Portal seitens des BfS fragte, gab der Pressesprecher zu, dass so ein Review nicht existiere. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es gibt keine gesamtheitliche Bewertung der Studien zur Gefährlichkeit von WLAN seitens des BfS. Das alleine sollte zu denken geben.

Aber schützen uns nicht die Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung vor gesundheitlichen Schäden?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich erst einmal ansehen, wie die Mobilfunk-Grenzwerte überhaupt zustande kommen: Als Grundlage dient die „Verordnung über elektromagnetische Felder“ im Bundes-Immissionsschutzgesetz (26. BlmSchV). Diese wiederum beruht auf Empfehlung der „Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung“ (ICNIRP) und der Strahlenschutzkommission (SSK). Bei der ICNIRP handelt es sich um einen privaten Verein, der im Kern nur aus 13 Wissenschaftlern besteht.

Vor über 20 Jahren hat ICNIRP die These aufgestellt, dass elektromagnetische Strahlen nur dann gefährlich sind, wenn sie unser Gewebe um mehr als ein Grad zusätzlich erwärmen. Sämtliche Studien, die auf gesundheitliche Schäden auf der Zellebene hinweisen, werden dagegen seit ebenfalls 20 Jahren schlicht ignoriert. Um den Einfluss, denn die ICNIRP hat zu verstehen, muss man wissen, dass z.B. in der EU der „Wissenschaftliche Ausschuss zu neuen Gesundheitsrisiken“ den jeweiligen Stand der Wissenschaft prüft. Als der Ausschuss 2015 die Gefahren hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung beurteilen sollte, saßen vier ICNIRP-Mitglieder in dem zwölfköpfigen Ausschuss. Das Ergebnis der Untersuchung: Keine neuen Erkenntnisse.

Interessant wird das Ganze auch dann, wenn man die Grenzwerte in unterschiedlichen Ländern vergleicht: So liegt etwa der deutsche Grenzwert für Hochfrequenz bei 10 Millionen Mikrowatt / m2 – in Monaco sind es dagegen 1 Mikrowatt / m2! Übrigens: Unsere Zellen reagieren bereits bei 0,0027 Mikrowatt / m2 negativ auf Strahlenbelastung! Auch Sarah Drießen, die Leiterin des EMF-Portals sieht die Hauterwärmung als alleiniges Kriterium für die Grenzwerte kritisch. In einem Zeit-Artikel spricht sie von einigen Studien, die durchaus Hinweise darauf geben, dass Mobilfunkfrequenzen doch Tumore verursachen: „Als ein möglicher Wirkmechanismus werden oxidativer Stress und freie Radikale diskutiert, die dem Erbgut schaden.“

Dass die biologische Wirkung auf die Zelle entscheidend ist, konnte auch der Zellbiologe Professor Dr. rer. nat. Peter C. Dartsch nachweisen. Für eine Studie führte er eine Reihe von Versuchen durch, bei denen kultivierte Zellen über 24 Stunden der Strahlung von DECT- und Mobiltelefonen ausgesetzt waren. Das Ergebnis: Innerhalb von 24 Stunden kam es unter dem Einfluss von hochfrequenten Strahlen zu deutlichen Zellvitalitätsverlusten. Das bedeutet, ein Teil der Zellen ist in der Zeit zugrunde gegangen.

Ist 5G gefährlicher als bisherige Mobilfunknetze?

Der Journalist Klaus Scheidsteiger hat für seinen Film „Faktencheck“ den britischen Militärexperten für die Technik mit Mikrowellen Barrie Trower interviewt. Trower befand sich lange Zeit im Dienst der britischen militärischen Geheimforschung. Er stellt klar, dass die Wellenform von 5G der militärischen Strahlenwaffe Active Denial System (ADS) ähnelt – diese wird zur Kontrolle von großen Menschenmengen verwendet. ADS ist eine elektromagnetische Kanone, die Angreifer mit 95 Gigahertz starken Mikrowellen außer Gefecht setzen soll. Sie verursacht einen Schmerzreiz, der sich vergleichbar ist mit einer Erhitzung der menschlichen Haut auf 55 Grad Celsius.

Der Mikrowellen-Experte ist sich sicher: Eine flächendeckende Verstrahlung mit 5G wird mit hoher Wahrscheinlichkeit viele biologische Effekte auf Lebewesen ausüben. Es gibt im menschlichen Körper ca. 4.500 biologische Mechanismen, die auf elektromagnetische Strahlung reagieren. Die Schreckensvision von Trower: Schon nach drei Generationen könnte nur noch eines von acht neugeborenen Babys gesund sein. Fünf Generationen reichen aus, um ganze Spezies aussterben zu lassen. Bakterien könnten durch 5G-Strahlung in noch gefährlichere Krankheitserreger mutieren.

Auch andere, kürzlich erschienene Untersuchungen zur Mikrowellenstrahlung und 5G geben Grund zur Sorge:

Gewebeschäden durch Millimeterwellen:

Professor Dr. Niels Kuster vom Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik an der ETH Zürich etwa warnt in einer neuen Arbeit vor dauerhaften Gewebeschäden, die bereits nach kurzer Einwirkzeit von Millimeterwellen entstehen können.

Anstieg von Erkrankungen:

2018 veröffentlichte Dr. Agostino Di Ciaula, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Italienischen Umweltärzte-Vereinigung ISDE Italia, einen Artikel in dem Magazin Science Direct. Darin beschäftigt er sich mit der Frage, ob 5G Gesundheitsprobleme mit sich bringen wird und beklagt vor allem, dass der Bereich der hochfrequenten Mikrowellen-Strahlung immer noch zu wenig erforscht ist. Sein Fazit: Das Thema zu unterschätzen, könnte einen Krankheitsanstieg zur Folge haben.

Schäden durch 5G-Frequenzen:

Betzalel et al. führten 2018 Experimente an Freiwilligen durch und veröffentlichten die Ergebnisse in Science Direct. Diese zeigten, dass die Millimeterwellen der 5G-Frequenzen in der Haut über die Spiralstrukturen der Kanäle der Schweißdrüsen in die Haut eindringen. Das bedeutet, die Schweißkanäle fungieren als Antennen. Solche Nachrichten machen 5G für Menschen noch bedenklicher.

Was macht das neue 5G-Netz mit Menschen?

Fakt ist: Die möglichen gesundheitlichen Risiken, die durch 5G entstehen können, sind nicht erforscht. Fakt ist aber auch: Bereits jetzt gibt es genug Studien, die gesundheitliche Schäden durch elektromagnetische Strahlung nachweisen. Die Schäden, die mit dem neuen Mobilfunk-Standard dazu kommen, sind aktuell nicht mal annähernd abschätzbar. Mit 5G wird die Gesamtbelastung stark ansteigen: Höhere Frequenzen haben kürzere Reichweiten, was bedeutet, dass deutlich mehr Basis-Stationen und Antennen benötigt werden. Die Zeit beschreibt in einem Artikel folgendes Szenario: „Die schuhkartongroßen Anlagen könnten auf Haltestellenhäuschen installiert werden, an Litfaßsäulen und Lampenmasten.

Was das bedeutet ist klar: Eine Dauerexposition (24 Stunden / 7 Tage) durch die neuen Mobilfunkfrequenzen, der wir uns nicht entziehen können. Und das Bundesamt für Strahlenschutz will laut der Zeit erst Messungen für belastbare Zahlen durchführen, wenn das 5G-Netz in Betrieb geht. Also erst dann, wenn mögliche Schäden bereits entstanden sind. Man muss nicht einmal sonderlich zynisch sein, um zu dem Schluss zu kommen, dass der neue Standard nichts weiter als ein groß angelegtes Experiment ist – mit der Bevölkerung als Labormäusen.

Lässt sich 5G überhaupt noch verhindern?

Vodafone und die Telekom haben bereits die ersten 5G-Standorte in einigen deutschen Großstädten, darunter München, Berlin und Hamburg eingeschaltet. Bis 2025 will die Telekom 99 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Mobilfunk-Standard versorgen. Das Wichtigste bei dem Thema 5G ist daher: Information. Sensibilisieren Sie Ihr Umfeld und sprechen Sie mit den Menschen über 5G, egal ob mit der Familie oder Freunden, im Verein, in der Arbeit oder lokalen Politikern in Ihrer Gemeinde.

memon vertritt seit jeher die Haltung eines bewussten Umgangs mit der modernen Technologie: Vermeiden wo es möglich ist – dazu finden Sie auf unserer Webseite zum Beispiel eine Checkliste mit 19 wirksamen Maßnahmen zur Vermeidung von Elektrosmog – und sich vor den verbleibenden Belastungen mit memon schützen. Unsere Technologie berücksichtigt dabei grundsätzlich alle Frequenzspektren, die widernatürliche Informationen tragen. Da 5G im höchsten Maße wider die Natur ist, entsteht eine Resonanz zur memon Technologie. Daraus folgt ein signifikanter und wirkungsvoller Schutz für biologische Organismen, auch für den Frequenzbereich von 5G. Mit dem memonizerCOMBI und dem memonizerWLAN können Sie beispielsweise Ihr Zuhause harmonisieren, mit dem memonizerMOBILE Ihr Smartphone und unsere memonizerBODY-Armbänder sind starke Begleiter für unterwegs.

Lesen Sie mehr zum Thema 5G in unseren weiteren Artikeln:

>>> 5G: Was erwartet uns mit dem neuen Mobilfunkstandard?

Aktuelle Aktionen gegen 5G

Geplante Demonstrationen:

5G – Experiment NEIN DANKE!
Demonstration am 21. September 2019 in Wien
Alle Infos unter: 5gunplugged.com

Stop 5G
Demonstration am 21. September 2019 in Bern
Alle Infos unter: Stop 5G Facebook-Event

Stopp 5G
Demonstration und Kundgebung am 22. September 2019 in Berlin
Alle Infos unter: www.stopp5G.net

Weitere Aktionen:

Mahnwachen zum 5G-Ausbau in Kempten
05. Oktober 2019
Alle Infos unter: www.risiko-mobilfunk-kempten.de

Mahnwachen zum 5G-Ausbau in Bonn
20. / 21. September 2019
Infos unter: strahlungsfreiesBonn@web.de

Mahnwachen zum 5G-Ausbau in Berlin
20. – 23. September 2019
Alle Infos unter: www.stopp5G.net

Öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestags zu 5G
23. September 2019, ca. 12 Uhr bis 13 Uhr
Alle Infos unter: www.stopp5G.net